„Stadtlücken“ gewinnt Bundeswettbewerb Europäische Stadt – Wandel & Werte

Das Projekt „Österreichischer Platz“ hat den ersten Platz in der Kategorie „Stadtraum“ beim Bundeswettbewerb „Europäische Stadt: Wandel und Werte – Erfolgreiche Entwicklung aus dem Bestand“ gewonnen. Das von dem Verein „Stadtlücken“ und der Landeshauptstadt Stuttgart ins Leben gerufene Projekt erhält ein Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro. 

Abb.: Logo Stadtlücken e.V. Abb.: Logo Stadtlücken e.V.

22.11.2018

Bundeswettbewerb „Europäische Stadt: Wandel und Werte –Erfolgreiche Entwicklung aus dem Bestand“

Im November 2018 fand die Preisverleihung statt. 22 Projekte wurden für ihr Engagement im Umgang mit dem baukulturellen Erbe in der Europäischen Stadt durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat ausgezeichnet. Gemeinsam mit dem Architekten Sir David Chipperfield hat Staatssekretär Gunther Adler die Preise im Rahmen der denkmal-Messe 2018 in Leipzig vergeben. Die prämierten Projekte stehen für einen besonderen Umgang bei der Erhaltung und Pflege des baukulturellen Erbes der Europäischen Stadt. Sie sind vorbildlich für eine erfolgreiche Stadtentwicklung aus dem Bestand.

Seit Mai 2018 konnten sich Städte und Gemeinden mit gelungenen Projekten beim Umgang mit dem baukulturellen Erbe um eine Auszeichnung bewerben. Aus insgesamt 210 Beiträgen in den Kategorien Stadtgebäude, Stadtraum, Stadtleben und Stadtbürger, hat die Fachjury die besten Beispiele für einen besonders guten und innovativen Umgang mit dem Bestand sowie für besonderes bürgerschaftliches Engagement ausgewählt.

Verbunden mit der Prämierung sind attraktive Geldpreise. Das Preisgeld soll für die Weiterentwicklung des Projekts oder für andere dem Wettbewerbszweck entsprechende Vorhaben verwandt werden. www.bundeswettbewerb-europaeische-stadt.de

Stadtlücken e.V. ist ein in Stuttgart gegründeter, gemeinnütziger Verein, initiiert von jungen Gestalterinnen und Gestaltern unterschiedlicher Disziplinen, bei dem unter anderem auch Studierende, Absolventinnen und Absolventen der ABK mitwirken. Der Verein wurde aus dem Bedürfnis heraus gegründet, das Bewusstsein für öffentlichen Raum und Stadterfahrung zu schärfen und ein digitalanaloges Netzwerk für das gemeinsame Entwickeln einer lebenswerten Stadt zu fördern. Zu den Projekten von Stadtlücken gehören unter anderem das offene Diskussionsformat „Einmal im Monat – Wem gehört die Stadt?“, die Aktionen „Kartierung“, „Zebrastreifen“ (2017), „Architektur macht Schule“ (2017) sowie „St. Maria als“, ein offenes Beteiligungskonzept und Programm zur alternativen Nutzung einer Stuttgarter Kirche parallel zum liturgischen Gebrauch. Derzeit werden auf einer lange als Parkplatz genutzten Fläche am Österreichischen Platz vom Verein mit den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt verschiedene Konzepte zu einer alternativen Nutzung getestet und evaluiert. Stadtlücken liefert den Spielraum, in dem sich die Bürgerinnen und Bürger am Österreichischen Platz einbringen. Workshops mit Expertinnen und Experten sowie Diskussionsrunden unterstützen dabei, neue Ansätze zu erarbeiten und das Geschehen zu reflektieren. www.stadtluecken.de


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