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Abb.: Plakat (Gestaltung: Mark Julien Hahn, Sven Tillack)
Abb.: Plakat (Gestaltung: Mark Julien Hahn, Sven Tillack)

17.01.2017 - 17.01.2017 19:00 - 19:00 Jour Fixe-Vortragsreihe „Über Dauer“: Jo Nagasaka, Schemata Architects, Tokio/Japan

Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Campus Weißenhof: Neubau 1, Glaskasten

Jour Fixe-Vortragsreihe „Über Dauer“: Jo Nagasaka, Schemata Architects, Tokio/Japan

Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Campus Weißenhof: Neubau 1, Glaskasten

Abb.: Plakat (Gestaltung: Mark Julien Hahn, Sven Tillack)
Abb.: Plakat (Gestaltung: Mark Julien Hahn, Sven Tillack)

17.01.2017 - 17.01.2017 19:00 - 19:00

Der Titel der aktuellen Jour Fixe-Vortragsreihe „Über Dauer“ steht für die Betrachtungsweise des Themas Lebensdauer von architektonischen Räumen und den Umgang mit Bauaufgaben im heutigen Wandel der Zeit. Architektur ist eng mit dem Faktum Zeit verknüpft. Alles in ihr, von der Wahl gewisser Bauformen und deren ästhetischer Ausdruck bis zum Raumprogramm, einschließlich der Bedürfnisse des Menschen, spiegelt die Anforderungen der Zeit wieder, aus der sie hervorgeht.

Die heutige Zeit ist eine Zeit des Übergangs: Die Gesellschaft erfährt eine schnelle Entwicklung und zukunftsweisende Lebensvorstellungen werden präsentiert. Sich rasch verändernde Bedürfnisse fordern Architekten zu neuen Lösungen auf. Wie wird mit dem Einflussfaktor Zeit umgegangen? Sind in zukünftiger Sicht kurz-, mittel- oder langfristige Maßnahmen in der Architektur notwendig, um das Anliegen der Gesellschaft zu decken?

Innerhalb der Jour Fixe-Reihe laden wir ein breites Spektrum an Meinungen ein, um dieses kontemporäre Thema „Zeit“ im Gestaltungsdiskurs neu zu belichten. Dabei erläutern hochkarätige Referentinnen und Referenten aus dem In- und Ausland, welches Zeitfenster sie in Betracht ziehen und in welcher Art und Weise ihre Architektur dies zum Ausdruck bringt. – Soll Architektur für die Ewigkeit halten? Wie entsteht etwas Zeitloses? Besteht überhaupt die Notwendigkeit, eine überdauernde Ikone für unsere Gesellschaft zu erschaffen? Oder ist es nachhaltiger, Räume für eine kurz- oder mittelfristige Nutzungsdauer zu planen und sie für zukünftige Umnutzungen flexibel zu gestalten?

In seinem Vortrag, der zugleich auch den Abschluss der Jour Fixe-Reihe „Über Dauer“ bildet, gibt Jo Nagasaka einen Einblick in sein Arbeiten, das von der Architektur, der Gestaltung von Innenräumen bis hin zum Industriedesign reicht und somit ein breites Spektrum umfasst.

Nach seinem Studium der Architektur an der National University of Fine Arts and Music in Tokio gründete Jo Nagasaka 1998 ebendort das Büro Schemata Architects mit dem Vorhaben, sich vornehmlich mit der Umnutzungen traditioneller Wohn- und Industriegebäude Japans auseinanderzusetzen. Bekannt ist Nagasaka darüber hinaus für das Initiieren von Pop-Up-Stores, die sich als Ort der Präsentation von Marken bzw. Produkten in einem kurzen Zeitfenster verstehen.

Zu seinen wichtigsten Projekten zählen unter anderem der Flat Table/Sayama Flat (2008), das House in Okusawa (2009), das Aesop Aoyama in Tokio (2011), Hanare (2011), der VITRA Exhibition Stand at Fiera Milano (2015) und das Blue Bottle Coffee (2015). 2007 gewann Nagasaka den zweiten Preis der Bauhausauszeichnung für Sayama Flat, dem Renovierungsprojekt eines alten Wohnhauses. Mit dem Aesop-Laden in Tokio (2011) fand eines seiner ersten Projekte im Retail Design in Verbindung mit seinem Ansatz, schlichte und zurückhaltende Räume zu gestalten, Umsetzung.

Jo Nagasaka ist dafür bekannt für den Entwurf von Projekten oder Produkten im Maßstab 1:1, ganz unabhängig davon wie groß diese tatsächlich sind. Die aus der Erkundung neuer Perspektiven gewonnenen Erkenntnisse und die Verwertung von Essenzen gewöhnlicher Gegenstände und Gegebenheiten der Natur fließen in den Entwurf seiner Projekte ein.

Flyer zum Download

Jour fixe-Team:
Prof. Mark Blaschitz, AM Katharina Köglberger
Prof. Tobias Wallisser, AM Sebastian Schott

Konzeption:
Jour fixe-Studierende Team

Mit freundlicher Unterstützung der Architektenkammer Baden-Württemberg, DLW Flooring GmbH, Sto-Stiftung, Nimbus Group GmbH und FSB – Franz Schneider Brakel GmbH + Co KG

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