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Abb.: Prof. Fabienne Hoelzel (Foto: Marco Sieber)
Abb.: Prof. Fabienne Hoelzel (Foto: Marco Sieber)

16.05.2017 - 16.05.2017 19:00 - 19:00 Jour fixe Architektur: Antrittsvorlesung von Prof. Fabienne Hoelzel – „Handlungsstrategien in einer urbanen Welt“

Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Campus Weißenhof: Neubau 2, Vortragssaal

Jour fixe Architektur: Antrittsvorlesung von Prof. Fabienne Hoelzel – „Handlungsstrategien in einer urbanen Welt“

Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Campus Weißenhof: Neubau 2, Vortragssaal

Abb.: Prof. Fabienne Hoelzel (Foto: Marco Sieber)
Abb.: Prof. Fabienne Hoelzel (Foto: Marco Sieber)

16.05.2017 - 16.05.2017 19:00 - 19:00

Die ABK Stuttgart hat die Professur der Klasse für „Entwerfen, öffentliche Bauten und Räume/Städtebau“ des Bachelor- und Masterstudiengangs Architektur zum 1. März 2017 mit der Architektin und Städteplanerin Prof. Fabienne Hoelzel neu besetzt. Sie übernahm die Nachfolge von Prof. Andreas Quednau, der den Lehrstuhl von 2009 bis 2015 innehatte und nach seinem Weggang durch Dipl.-Ing. Vesta Nele Zareh vertreten wurde.

In ihrer Antrittsvorlesung „Handlungsstrategien in einer urbanen Welt“, die im Rahmen der Jour fixe-Reihe der Fachgruppe Architektur der ABK Stuttgart stattfindet, unternimmt Prof. Fabienne Hoelzel einen (Bilder-) Streifzug durch die zeitgenössische Stadt und skizziert die geplanten Aktivitäten in Lehre und Forschung. Die Welt ist urban, nicht nur im tatsächlichen, sondern auch im übertragenen, „ideologischen“ Sinn. Eine Minderheit wohnt in solide geplanten und gut unterhaltenen Städten, eine Mehrheit in mehr oder weniger funktionierenden urbanen Räumen, und rund ein Siebtel der Menschheit lebt in Slums, Favelas und Bidonvilles. Aus dieser Perspektive verlieren scheinbare Dichotomien wie formell und informell – „top-down“ und „bottom-up“, „globaler Norden“ und „globaler Süden“ – ihre Gegensätzlichkeit. Obwohl sich weitgehend selbst organisierende Städte wie Lagos völlig anders funktionieren als durchorganisierte deutsche Städte, kann man vom scheinbaren Chaos afrikanischer Städte lernen.

Fabienne Hoelzel ist Gründerin und Leiterin des Büros „Fabulous Urban“, das seit 2013 Stadtplanungs- und Entwicklungsprozesse in Schwellen- und Entwicklungsregionen mit forschungsgeleiteten Vorhaben vorantreibt. Nach ihrem Architekturstudium in der Schweiz und den USA arbeitete Hoelzel bei Herzog & de Meuron in Basel und war wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Städtebau der ETH Zürich. Von 2010 bis 2012 stand Fabienne Hoelzel dem Städtebau- und Planungsteam der Stadtentwicklungs- und Wohnbaubehörde São Paulo/Brasilien in leitender Funktion vor. Als Behörde, die für das städtische Slumaufwertungsprogramm zuständig ist, wurde diese 2012 mit dem UN Habitat Scroll of Honor für eines der größten Slum-Upgrading-Programme Lateinamerikas ausgezeichnet. Nach ihrer Rückkehr aus Brasilien nahm Hoelzel ihre Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Städtebau der ETH Zürich erneut auf und ging dieser bis zu ihrem Ruf an die ABK Stuttgart nach. Fabienne Hoelzel hat zahlreiche Publikationen veröffentlicht und beteiligt sich regelmäßig mit Vorträgen an internationalen Kongressen sowie Veranstaltungen akademischer und privater Institutionen bzw. Organisationen. www.fabulousurban.com

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