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Abb.: Flyer (Gestaltung: © Studio TillackKnöll)
Abb.: Flyer (Gestaltung: © Studio TillackKnöll)

30.01.2020 - 23.02.2020 19:00 Ausstellung der Meisterschülerinnen und Meisterschüler: „we grew some eyes“

Villa Merkel, Galerie der Stadt Esslingen am Neckar, Pulverwiesen 25, 73726 Esslingen am Neckar

Ausstellung der Meisterschülerinnen und Meisterschüler: „we grew some eyes“

Villa Merkel, Galerie der Stadt Esslingen am Neckar, Pulverwiesen 25, 73726 Esslingen am Neckar

Abb.: Flyer (Gestaltung: © Studio TillackKnöll)
Abb.: Flyer (Gestaltung: © Studio TillackKnöll)

30.01.2020 - 23.02.2020 19:00

Die Absolventinnen und Absolventen des Weißenhof-Programms 2019 der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart präsentieren vom 31. Januar bis 23. Februar 2020 ihre Arbeiten in der Villa Merkel, Galerie der Stadt Esslingen. Unter dem Titel „we grew some eyes“ vereint die Präsentation die vielfältigen Projekte von Nina Joanna Bergold, Jochen Damian Fischer, Franziska Sophie Geissler, Johanna Mangold, Lisa Moll, Jonas Maria Ried und Vladimir Unkovic.

Die sieben Meisterschülerinnen und Meisterschüler bieten in ihren Positionen eine Bandbreite von klassischen Medien wie Fotografie und Malerei bis zu medienübergreifenden Rechercheprojekten, großflächigen Rauminstallationen und Virtual Reality. Historische Fakten, die Natur, Zusammenspiele der Gattungen wie zum Beispiel Musik und Malerei aber auch die eigene Traumwelt bilden die inhaltliche Grundlage für die unterschiedlichen Projekte.

So beschäftigt sich der Bildhauer Jochen Damian Fischer in einer noch andauernden Recherche mit speziellen Waldhöhlen, die zur Zeit des zweiten Weltkrieges von Menschen als Zufluchtsort angelegt wurden. Der Künstler hat verschüttete Höhlen freigelegt und dokumentiert. Video sowie räumliche Interventionen vermitteln eine Idee der vergessenen Behausungen und ihrer überraschenden skulpturalen Qualität.

Der Fotograf Vladimir Unkovic hat sich ebenfalls auf eine historische Recherche begeben. Bei seinen Reisen nach Los Angeles stand das historische Phänomen der Kommunistenverfolgung in den USA für ihn im Fokus. Diese fand verstärkt in Hollywood statt und betraf viele Filmschaffende. Archivdokumente wie beispielsweise Audioaufnahmen aber auch eigens erstellte Fotoserien verbinden sich in seiner Präsentation.

Johanna Mangold erforscht Bewusstseinszustände im Schlaf. Sie beschäftigt sich mit dem so genannten luziden Traum oder Klartraum. Dabei experimentiert sie mit Techniken und Substanzen, die beim Induzieren von Klarträumen hilfreich sein sollen und dokumentiert ihre Erfahrungen mittels Zeichnungen und Notizen. In einem 3D Virtual Reality Environment kann der Besucher selbst in die Traumwelten eintauchen.

Als zeichnerisches Mittel im Raum nutzt Nina Joanna Bergold den Scherenschnitt. Mit dem Messer werden Figuren und Formen aus großformatigen Folien herausgearbeitet und im Raum installiert. Es entsteht ein Wechselspiel zwischen Transparenz, Materialität und Motiven. Die Figuren selbst entziehen sich einer Eindeutigkeit durch unterschiedlich interpretierbare Posen und Anatomien.

Drei Videoarbeiten entstehen aktuell von Jonas Maria Ried. In der Allgäuer Waldlandschaft dreht sich eine Fichte um die eigene Achse, ein Wasserfall wird plötzlich ausgelöst. Mit einem Blick zwischen Science-Fiction und Romantik nähert Jonas Maria Ried der heimatlichen Landschaft und entwirft in seinen Videos ebenso idyllische wie bedrohliche Szenarien.

Bei der Malerin und Musikerin Lisa Moll sind die Leinwandformate rund, flexibel und faltbar. In Auseinandersetzung mit Kunstformen der Eiszeit entstehen Malereien, musikalische Performances sowie Klanginstallationen. Sie thematisiert archaische Bildsprachen, Ganzheitlichkeit, Wiederholung und Bewegung. Jenseits der gewohnt rechteckigen Malfläche ergeben sich inhaltlich und formal neue Möglichkeiten.

Die Fotografie einer Gruppe von Freunden aus den neunziger Jahren bildet die Grundlage für die malerischen Arbeiten von Franziska Sophie Geissler. Sie verfolgt die aktuellen Lebensgewohnheiten der weit verstreuten Freunde und hält sie als verortete Bewegungsmuster fest. Die Künstlerin erprobt sichtbare Systeme für die an sich unsichtbare digitale Vernetzung über Orte hinweg und die uns oft nicht bewusste aber stete Aufzeichnung von Bewegungsdaten.

Die Präsentation bildet den Abschluss des postgradualen Studiengangs „Meisterschülerin/Meisterschüler im Weißenhof-Programm der Bildenden Kunst“, in dem Künstlerinnen und Künstler innerhalb eines Jahres ein Vorhaben umsetzen und damit den akademischen Grad der „Meisterschülerin/Meisterschüler der ABK Stuttgart“ erlangen. Mit der aktuellen Präsentation führen die Akademie und die Villa Merkel die Kooperation der vergangenen Jahre fort.

Eröffnung: Donnerstag, 30. Januar 2020, 19 Uhr
Mit einer Performance von Lisa Moll und einem Konzert der Band Rüdiger Scheiffele. Zum Abschluss des Abends wird DJ melary stardust auflegen.
Laufzeit: 31.01.–23.02.2020
Öffnungszeiten: Di 11–20 Uhr, Mi–So 11–18 Uhr

Weitere Informationen unter: villa-merkel.de

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