Labor für Archäometrie und Konservierungswissenschaften

  • Ort

    Außenstelle
    Birkenwaldstraße 200
    70191 Stuttgart 

Das „Labor für Archäometrie und Konservierungswissenschaften“ ist aus den von Bernhard Pankok an der Stuttgarter Kunstgewerbeschule gegründeten „Lehr- und Versuchswerkstätten“ des frühen 20. Jahrhunderts hervorgegangen, deren Selbstverständnis als kreativem Ort der freien Forschung und der individuellen Lehre es bis heute verkörpert. Dabei steht das künstlerische Werk aller Epochen und Kulturen in seinem Entstehen, seiner kulturellen Bedeutung, seiner kunstwissenschaftlichen Erforschung sowie seiner materiellen Erhaltung im Mittelpunkt.

Durch international vernetzte, interdisziplinäre Forschungsprojekte werden im Labor für Archäometrie und Konservierungswissenschaften grundlegenden Forschungsfragen der Kunsttechnologie und Konservierungswissenschaften angegangen, etwa zur Maltechnik von Ernst Ludwig Kirchners (www.kirchner-projekt.abk-stuttgart.de), zur Materialgeschichte und Konservierung Pastellen im frühen 20. Jahrhundert, zur Entwicklung neuer Methoden zur Beleuchtung in der Infrarotreflektographie, zum Eindringverhalten von Konsolidierungsmitteln bei der Malschichtfestigung oder zur dreidimensionalen Visualisierung submikroskopischer Transportschäden an Gemälden (www.abk-stuttgart.de/aktuell/3d-artscan).

Das Labor ist zentraler Ort der Lehre in den Studiengängen Konservierung und Restaurierung der Akademie. Die naturwissenschaftlichen Inhalte und analytischen Techniken werden in grundlegenden Seminaren, Praktika und Vorlesungen, vornehmlich aber in der gemeinsamen Arbeit mit Studierenden an den sich aus Restaurierungsprojekten ergebenden Problemstellungen vermittelt. Durch die hervorragende technische Ausstattung des Labors, unter anderem mit Rasterelektronenmikroskop, Ramanmikroskop oder Infrarotspektrometer, können Fragenstellung zu Materialien und deren Umwandlungsprodukten aus allen Bereichen der Technischen Kunstgeschichte und der Konservierungswissenschaft bearbeitet werden. Zerstörungsfreie bildgebende Untersuchungsmethoden wie Infrarotreflektographie, Röntgen oder 3D-Weisslicht-Streifenprojektionsscanner stehen ebenfalls zur Verfügung. Eine besondere Bedeutung kommt bei den Untersuchungen auch dem Verständnis historischer kunsttechnischer Quellenschriften und der praktischen Nachstellung der Rezepte zu.

Die Hochschule ist derzeit um den Ausbau des Labors und um die Schaffung optimaler Arbeitsbedingungen für Studierende und Lehrende bemüht.

  • Professorinnen und Professoren

    Prof. Dr. Krekel Christoph

    Prof. Dr. Christoph Krekel

    Professor im Institut für Technologie der Malerei und Leiter des Archäometrischen Labors Kontaktdaten

  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

    Dr. Dipl.-Rest. Schultz M.A. Julia

    Dr. Dipl.-Rest. Julia Schultz M.A.

    Akademische Mitarbeiterin im Archäometrischen Labor in der Fachgruppe Kunstwissenschaften - Restaurierung Kontaktdaten

Zum Seitenanfang