Werkstatt für Konservierung und Restaurierung von Kunstwerken auf Papier, Archiv- und Bibliotheksgut

  • Öffnungszeiten

    Mi–Fr 9–17 Uhr

    Ort

    Außenstelle Fellbach

  • Ausstattung

    Die Restaurierungsräume und Laboratorien des Studiengangs umfassen auf zwei Ebenen eine Nutzungsfläche von etwa 800 qm und bieten damit großzügigen Platz für bis zu 18 Studierende.

    Im Werkstattraum verfügt jede Studentin und jeder Student über einen eigenen Arbeitsplatz samt Arbeitsplatzleuchte und Werkzeugrollwagen. Ein eigener Fotoraum dient der Dokumentation der Objekte und ein Labor erlaubt die Durchführung ausgewählter Untersuchungen und Analysen. Ein Nassraum und ein separater, klimatisierbarer Befeuchtungsraum ergänzen die Ausstattung des großen Werkstattraums.

    Außerdem verfügt der Studiengang über Räume für die Holz- und Metallbearbeitung und ein Fotolabor. Hiermit wird den Studierenden die eigenhändige Durchführung aller grundlegenden Behandlungsformen an Werken auf Papier und Pergament ermöglicht. Das gut sortierte Materiallager bietet eine umfassende Breite unterschiedlichster Restaurierungsmaterialien, und ein stetig erweitertes Spektrum an Instrumenten, das die Studierenden im Umgang mit den gängigen Werkstoffen und Gerätschaften vertraut macht.

  • Lehrangebot

    Die objektbezogene Projektarbeit begleitet das Studium vom ersten bis zum neunten, optional bis zum zehnten Semester. Projektarbeiten dienen dem Erlernen komplexer praktischer Fähigkeiten, die für restauratorische Eingriffe nötig sind. Eine systematische optimierende Herangehensweise in der Behandlung originaler Werke auch unter Einbringung vorbereitender Untersuchungen ist Ziel der Vermittlung.
    Durch die inhaltlich abgestimmte Betreuung werden von Studiengangsleitung und Werkstattleitung zusammen ein hohes Maß spezialisierten Expertenwissens und damit ein großes Spektrum von Restaurierungsverfahren vermittelt. 

    Bachelorstudium:
    Die während sechs Semestern begleitende Projektarbeit gliedert sich in unterschiedliche Themenschwerpunkte. Das erste Semester bietet eine Einführung in die Objektbegutachtung, das Verfassen detaillierter Dokumentationsberichte, die Durchführung ausgewählter mikrochemischer Tests. Es werden Grundkenntnisse in der Trockenreinigung, Stabilisierung von Papier einschließlich der Anfaserung von Hand und der praktischen Klebstofftechnologie geboten, außerdem zwei Kurzseminare zur Aufbereitung von Wässerungslösungen und zur Behandlung von korrodierter Eisengallustinte mittels der Calciumphytat-Calciumhydrogencarbonat Methode. Im ersten Jahr erhalten alle Studierenden ähnlich geartete Objekte, zum Beispiel Aktenbüschel, anhand derer eine gemeinsame Wissensbasis erarbeitet wird. In den folgenden vier Semestern wird die Vielfalt der Objekte erweitert, indem Kunstwerke auf Papier, Bücher, Pergamenturkunden und Ledereinbände zur Behandlung kommen. Gleichzeitig werden die Studierenden zu einer stärker selbstständigen Arbeit hingeführt.

    Masterstudium:
    Vom siebten bis neunten Semester wird die Praxisarbeit anhand weiterer Restaurierungsprojekte vertieft. Es wird vorausgesetzt, dass eine Verbesserung schon erlernter Arbeitsschritte mit der Erlernung neuer Techniken einhergeht und damit eine breitere methodische Basis entsteht. Indem Pastelle, Transparentpapiere, Malerei auf Papier, Fotografie, dreidimensionale Objekte oder Pergamente zur Behandlung kommen, werden nun vermehrt Sonderthemen der Restaurierung aufgegriffen. Dabei wird verstärkt auf Methoden der vorausschauenden Planung und der Risikominimierung eingegangen. Auch auf die klare Darstellung des Projektinhalts im Zuge der Projektbesprechungen wird erhöht Wert gelegt.

    Das zehnte Semester ist der Masterarbeit vorbehalten und kann unterschiedlich ausgerichtete Themen auch in projektbezogener Arbeit beinhalten. Betreut wird die Masterarbeit von Lehrkräften der eigenen Hochschule und darüber hinaus von externen Spezialisten.

    Zusammenarbeit mit externen Institutionen:
    Durch die Bearbeitung von Werken aus dem Besitz externer Institutionen werden die Studierenden möglichst umfassend mit den Anforderungen praktischer Arbeit vertraut gemacht. Die zu bearbeitenden Objekte stammen weitgehend aus städtischen und staatlichen Einrichtungen und werden von den Lehrkräften je nach Themenschwerpunkt bereitgestellt. Institute, Stiftungssammlungen und Privatsammler stellen Bestände zur Verfügung, die sich für eine intensive und studiengerechte Behandlung eignen und teils auch als Gemeinschaftsprojekt von mehreren Studierenden bearbeitet werden.

  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

    Dipl.-Rest. Bettina Bünte

    Dipl.-Rest. Bettina Bünte

    AM in der Fachgruppe Kunstwissenschaften-Restaurierung Kontaktdaten

    M.A. Marie Kern

    M.A. Marie Kern

    AM in der Fachgruppe Kunstwissenschaften-Restaurierung Kontaktdaten

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