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Brückle Irene

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Sprechzeiten:
Di + Mi, sowie nach Vereinbarung

Ort:
Außenstelle Fellbach

Prof. Dr. Irene Brückle

lehrt als Professorin für Konservierung und Restaurierung von Kunstwerken auf Papier, Archiv- und Bibliotheksgut in der Fachgruppe Kunstwissenschaften-Restaurierung. In der Hochschulleitung tätig als stellvertretende Vorsitzende der Fachgruppe Kunstwissenschaften-Restaurierung und stellvertretende Vorsitzende der Studienkommission Konservierung und Restaurierung. In der Hochschulpolitik internes Mitglied des Hochschulrats.

  • Kurzvita

    Irene Brückle
    geboren 1960 in Berlin

    aufgewachsen in Nigeria, Österreich, Deutschland

    seit 2008
    Professorin für Konservierung und Restaurierung von Kunstwerken auf Papier, Archiv- und Bibliotheksgut in der Fachgruppe Kunstwissenschaften-Restaurierung an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart

    2007
    Promotion auf dem Gebiet der Kunstwissenschaft an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
    Titel der Dissertation: „Practical and Theoretical Knowledge in Conservation: Working in Paper and Water“

    2005–2008
    Leiterin der Restaurierung, Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin

    1999–2004
    Associate Professor auf Lebenszeit (tenure), Art Conservation Department, State University College at Buffalo (SUCB)

    2001
    Samuel H. Kress Foundation Fellowship, Sabbatical SUVB (Gast am Stuttgarter Studiengang)

    1994–1999
    Assistant Professor for Paper Conservation, SUCB

    1994
    Bachelor of Arts, Empire State University College, Buffalo, NY

    1991–1994
    Visiting Lecturer for Paper Conservation, SUCB

    1990–1991
    Getty Senior Fellowship, Art Conservation Department, SUCB

    1989–1990
    Mitarbeiterin, Restaurierung von Kunstwerken auf Papier, Christa Gaehde Studio, Arlington, MA

    1988–1989
    USA-Stipendiatin der Carl-Duisberg-Gesellschaft, Restaurierung von Kunstwerken auf Papier: Fine Arts Museums of San Francisco; Brooklyn Museum, New York; Bishop Museum, Honolulu, Hawaii

    1987
    Ausstellungsrestauratorin documenta 8, Kassel, sowie weitere Ausstellungen im Friedericianum, Kassel

    1984–1987
    Praktika in der Lederrestaurierung am Ledermuseum Offenbach, in der Restaurierung von Kunstwerken auf Papier am Städelschen Kunstinstitut, Frankfurt, sowie in der Privatwerkstatt Hans Hilsenbeck in Baunatal bei Kassel

    1981–1984
    Handwerkliche Buchbinderlehre in München mit Gesellenabschluss

    Für ihr Engagement in der Restauratorenausbildung verlieh ihr das American Institute for Conservation 2005 den Sheldon and Caroline Keck Award for Excellence in Conservation Education. 

    Irene Brückle ist Spezialistin für die Erhaltung und Restaurierung von Kunstwerken auf Papier.

  • Lehrinhalte und Lehrmethode

    Die Papierrestaurierung ist ein vielseitiges und chancenreiches Berufsfeld, auf das wir Sie während Ihres Studiums mit einem BA und dem darauf folgenden Masterabschluss vorbereiten. In unserem Studienprogramm legen wir Wert auf eine enge Verschränkung von Theorie und Praxis, um Ihnen die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Thematiken restauratorischen Handelns auf allen Ebenen vertraut zu machen. Wir vermitteln Ihnen die Prozesse der Begutachtung, Untersuchung, und Analyse von Kunstwerken, Archivalien und anderen Objekten. Sie erlernen den Umgang mit Hilfsmitteln der Restaurierung in der Dokumentation, der Untersuchung und Konservierung und Restaurierung. Die Behandlungsmethoden werden systematisch erschlossen entsprechend ihrer prinzipiellen Wirkungsweisen. Sie lernen die gesetzmäßigen Eigenschaften und Verhaltensweisen von Werkstoffen und Materialien zu verstehen und kreativ in Ihrer Arbeit zu nutzen. Die Lehre hat schwerpunktmäßig das Ziel, die theoretischen Inhalte des Studiums praxisnah und die Praxis theoriebewusster zu gestalten. Sie lernen effektive Behandlungsstrategien zu entwickeln, jeglichen Eingriff hinsichtlich der gewünschten Wirkungsweise zu maximieren und etwaige Nebenwirkungen umfassend einzuschätzen und zu minimieren.

  • Lehrangebote im Bachelorstudium

    Das erste Vorlesungsjahr des Bachelorstudiums ist der Geschichte und Technologie der Papierfabrikation gewidmet, und bietet gleichzeitig eine Einführung in ausgewählte Grundlagen restauratorischer Behandlung. In den vier darauf folgenden Semestern wird der Themenkreis erweitert indem die Schreib- und Zeichenmittel, die druckgraphischen Medien, und alle wichtigen restauratorischen Methoden durchgenommen werden. Dazu gehören die Methoden der wässrigen Behandlung einschließlich der Entsäuerung und des Bleichens, die Oberflächenreinigung, die Entfernung objektfremder Materialien, die unterschiedlichen Methoden der Stabilisierung wie zum Beispiel Rissschließung oder Nachleimung, die Planlegung, und die Methoden präventiver Sicherung. Die Vorlesungen werden durch praktische Übungen zur Darstellung prinzipieller Fragestellungen und durch die Ausarbeitung einzelner Thematiken begleitet. Der Unterricht findet teils zweisprachig auf Englisch unter aktiver Einbeziehung der Studierenden statt. 
    Lehrangebote: Vorlesungen, technologische Seminare; Betreuung von Semester- und Bachelorarbeiten; Betreuung von Restaurierungsprojekten.

    Aktuelle Inhalte zu BA-Kursen sind im aktuellen Vorlesungsverzeichnis einsehbar.

  • Lehrangebote im Masterstudium

    Im Masterstudium werden im Durchschnitt mehrtägige Module zu ausgewählten Themen der Restaurierung angeboten, die eine Vertiefung der restauratorischen Expertise in Spezialbereichen der Restaurierung ermöglicht. Dazu gehören Thematiken des restauratorischen Umgangs mit Kunstwerken auf Papier. Einzelne Module behandeln die Retusche, das Bleichen, die Montierung und Rahmung, Ausstellungsvorbereitung, Fragen des Managements in der Restaurierung, Methoden wässriger Behandlung, mechanische Sicherung, und die Geschichte der Papierrestaurierung. 
    Lehrangebote: Module, technologische Seminare, Masterseminar, Betreuung von Semester- und Masterarbeiten. 
    Das zehnte Semester ist der Masterarbeit vorbehalten und kann unterschiedlich ausgerichtete Themen auch in projektbezogener Arbeit beinhalten. Sie kann die Durchführung einer restauratorischen Arbeit betreffen, eine restauratorische Fragestellung mit systematischen Versuchseinheiten beinhalten, eine an einer Sammlung orientierte bestandserhaltende Arbeit darstellen oder auch kunst- und materialtechnische Fragen beantworten. Betreut wird die Masterarbeit von mindestens einer Lehrkraft der eigenen Hochschule und gegebenenfalls externen Spezialisten.

    Aktuelle Inhalte zu MA-Kursen sind im aktuellen Vorlesungsverzeichnis einsehbar.

  • Laufende Promotionsverfahren

    G. J. Dietz: Zur kunsttechnologischen Beschreibung von Zeichnungen unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklung der Kohlzeichnung im 16. Jh. in Deutschland. Zweitbetreuung: Prof. Dr. H. Locher, Universität Marburg.

    L. Stiber: Chiaroscuro Woodcut Printing in 16th-17th Century Italy: Technique in Relation To Artistic Style. Zweitbetreuung: Dr. Evilyn Lincoln, Brown University.

  • Publikationen (Auswahl)

    2013
    E. Glück, I. Brückle, E.-M. Barkhofen (Hrsg.). Papier – Linie – Licht. Konservierung von Architekturzeichnungen und Lichtpausen aus dem Hans-Scharoun-Archiv. Berlin: Akademie der Künste

    2011
    G. Banik, I. Brückle. Paper and Water: A Guide for Conservators, Oxford: Elsevier

    2010
    I. Brückle, O. Hahn (Hrsg.). A Comparison of the Proof Copy (New York) and other Paradigmatic Copies, Bd. 1, Galileo’s O, H. Bredekamp (Hrsg.), Berlin: Akademie-Verlag

    2007–2013
    Mitherausgeberin Restaurator – International Journal for Archives and Library Conservation http://www.degruyter.de/journals/restaur/detailEn.cfm

  • Artikel

    2012
    L. Niehus, U. Henniges, M. Horsky, T. Prohaska, A. Potthast, I Brückle. Reducing the Risks of Hydrogen Peroxide Bleaching in Presence of Iron Ions in Paper. Restaurator 2–3 (2012): 356–394

    2012
    Historical Note: Aqueous Chlorine Dioxide Bleaching at Christa Gaehde’s Studio in the 1990s. In: Restaurator 2–3 (2012): 274–286

    2010
    Von der Empirie zu einer Theorie der Praxis. In: Wege zur Konservierungswissenschaft: Projekte am Studiengang Restaurierung und Konservierung von Graphik, Archiv- und Bibliotheksgut, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, 2000–2008: Eine Annäherung, Gerhard Banik (Hrsg.) München: Siegl, 2010

    2010
    I. Brückle, M. Mayer, T. Smith. The Paper, in: Galileo’s O, H. Bredekamp, Hrsg., Berlin: Akademie-Verlag, 2010

    2009
    Bleaching in paper production versus conservation. Restaurator 30 (2009): S. 280–293

    2008
    G. Dietz, I. Brückle, G. Banik. Zur Zeichentechnik Grünewalds. In: Matthias Grünewald, Zeichnungen und Gemälde, Hrsg. Michael Roth, Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin, Ausst.-Kat. 2008, S. 62–69

    2007
    M. Roth, I. Brückle, T. Smith. Roth. Zu den Zeichnungen Matthias Grünewalds. Techne 2007, S. 97–108

    2007
    Der notwendige Blick zurück: Roy Perkinson über Max Schweidler. (Buchrezension), Papierrestaurierung, 3 2007, S. 9–13

    2007
    J. Warda, I. Brückle, A. Bezúr, D. Kushel. Analysis of agarose, carbopol© and laponite© gel poultices in paper conservation. Journal of the American Institute for Conservation, 46, 3 (2007): 263–279

    2006
    Die Restaurierung von Caspar David Friedrichs Sepia-Jahreszeitenzyklus von 1803. In: An der Wiege der Romantik – Caspar David Friedrichs Jahreszeitenzyklus von 1803, Hrsg. H.-Th. Schulze Altcappenberg, Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin, 2006, S. 7–57

    2006
    E. Glück, I. Brückle. Caspar David Friedrichs künstlerische Technik im Sepia-Jahreszeitenzyklus von 1803. In: Jahreszeiten – Caspar David Friedrich – An der Wiege der Romantik, Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin, 2006, S. 39–46

    2000
    I. Brückle, J. Dambrogio. Paper Splitting: History and Modern Technology. Journal of the American Institute for Conservation 39, 3/4 (2000): 295–325

    1993
    Blue Papers in Drawings. Drawing, 15, 4 (1993): 73–77

    1993
    The historical manufacture of blue-colored paper. The Paper Conservator 17 (1993): 20–31

    1992
    Aspects of the Use of Alum in Historical Papermaking. Conference Papers Manchester 1992, London: The Institute of Paper Conservation, 1992: 201–206

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