Personen

Höing Karl

Kontakt

(0711) 28440-231
karl.hoeing@abk-stuttgart.de

Ort:
Campus Weißenhof: Keramikbau
Raum 134
Am Weißenhof 1
70191 Stuttgart

Prof. Karl Höing

lehrt als Professor für Textildesign in der Fachgruppe Design. In der Hochschulpolitik Mitglied des Senats.

  • Kurzvita

    Karl Höing
    geboren 1957 in Südlohn/NRW

    seit 1991
    Professor für Textildesign in der Fachgruppe Design an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart

    seit 1994
    textilhistorisches Forschungsprojekt über Paramente in Toskanischen Dorfkirchen

    1986–1996
    Designbüro bei Florenz (I)

    seit 1986
    freie Tätigkeit als Entwerfer von Textilien für den Heim- und Objektbereich sowie als Weber von Unikatteppichen

    1985–1986
    Stipendium der Landesgraduiertenförderung Baden-Württemberg

    1984–1985
    Kolorist bei der Pausa AG/Mössingen

    1979–1980
    Webereiausbildung an der Gottlieb-Daimler-Schule/Sindelfingen

    1978–1984
    Studium und Diplom an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Prof. Leo Wollner

  • Lehrinhalte und Lehrmethode

    Von hocheleganten Stoffen für Abendmode bis hin zur ausgeklügelten High-Tech-Sportkleidung, von Leben-rettenden textilen Neuentwicklungen für künstliche Adern und Bänder im Medizinbereich bis zu Leben-spendenden Bewässerungsvliesen für die Landwirtschaft in der Wüste, von modernen Laminatoberflächen für Profiküchen und andere Möbel bis hin zur anti-allergischen Bettwäsche, vom handgeknüpften Designer-Teppich bis zur funktionalen Innenausstattung in Luft- und Raumfahrt sowie im öffentlichen und privaten Verkehr – in allen Lebensbereichen spielen Textilien und gestaltete Oberflächen eine wichtige Rolle, und ihre Bedeutung nimmt zu. 
    Aufgrund der Komplexität des Arbeitsgebietes Textildesign gehören neben dem für dieses Fach notwendigen Wissen die Bereitschaft zu Dienstleistungen und Kooperationen. Als Voraussetzung für eine anspruchsvolle entwerferische Tätigkeit sind sowohl profunde Einblicke in die Kunst- und Textilgeschichte als auch ein Überblick über die Entwicklungen in Politik und Gesellschaft, in Architektur und Design, Kunst und Mode und nicht zuletzt ein Gespür für Trends und Zeitgeist – und die kritische Distanz dazu! – notwendig. 
    Ab Beginn des Studiums werden durch den konkreten Umgang mit textilen oder artverwandten Materialien, sei es in den Werkstätten der Abteilung und der Akademie oder in den Ateliers, die Sinne für textile Kriterien wie Farbe, Haptik, Komposition, Material, Struktur und Technik sowie Qualitäten wie Anmutung, Elastizität, Griff, Transparenz, geschärft. Die Faktoren, die den Entwurf, die Realisation und den Einsatz von Textilien ausmachen, werden in theoretischem Unterricht, experimentell-kreativen Versuchen sowie künstlerisch-handwerklichem Arbeiten vermittelt, ausprobiert und erworben. 
    Neben der Ausbildung in den klassischen akademischen Fächern Akt-/Naturzeichnen, Schrift/freie Grafik sowie Kunstgeschichte sind Textilentwurf, Entwurfstechniken, Farbenlehre, Einführung in methodisches und wissenschaftliches Arbeiten, Präsentationstechniken sowie Grundlagen der Färberei, der Weberei, des Stoffdrucks und CAD Schwerpunkte des Studiums in der Unterstufe. Projektbegleitend kommen später Wirk- und Maschenwarenherstellung, Geschichte der textilen Techniken und Textilgeschichte sowie Design- und Vertragsrecht hinzu. Fotografie, Management, Marketing, Rechtsschutz, Semiotik und andere Fächer gehören zum weiteren Lehrangebotes der Fachgruppe. Über dreißig Werkstätten stehen zur praktischen Ausführung von Experimenten und Entwürfen zur Verfügung.
    Im Verlauf des Studiums werden Themen und Projekte aus den Bereichen Bekleidung/Mode und Architektur/Innenraum bearbeitet. Sei es in Form von Entwicklungen von Kollektionen oder Gruppen inhaltlich zusammenhängender Entwürfe und textiler Erfindungen, oder deren Kombinationen zu unterschiedlichen Fragestellungen. Oft sind Themen oder Techniken, die irgendwie „in der Luft liegen“ Gegenstand einer Aufgabe; sie können sich aber auch aus gemeinsamen Projekten mit anderen Abteilungen, Hochschulen oder Firmen ergeben. Dabei kann es sich um die Teilnahme an Wettbewerben, Entwicklungen für Industriebetriebe oder die Präsentation der eigenen Arbeiten in Ausstellungen, Messen oder auf Modenschauen handeln. 
    Recherchen, Archiv-, Firmen- und Messebesuche, Unterricht und Betreuung durch Entwerfer, Techniker und andere Vertreter aus Handwerk und Industrie schaffen eine Arbeits- und Unterrichtssituation, die an der beruflichen Realität orientiert ist. Neben der Erkundung von Grenzen und Möglichkeiten soll den Studierenden sowohl Mut gemacht als auch deren Fähigkeit zur Selbstkritik entwickelt werden.
    Obwohl der Schwerpunkt des Studiums auf der Gestaltung von Textilien liegt, gibt es immer wieder Aufgaben, bei denen der Projektverlauf von der Recherche und Ideenfindung über die Konzepterstellung, die Umsetzung von der Idee in Entwürfe, textile Erfindungen bis hin zu konfektionierten Prototypen geht. Die Dokumentation, die neben diesen Schritten auch die Frage nach Nutzen und Relevanz der Arbeit umfasst, und die Präsentation der Ergebnisse – klassenintern oder öffentlich, in Ausstellungen oder auf dem Laufsteg – sind Teil einer Aufgabe und damit des Studiums. 
    Der Größe der Abteilung entspechend finden Besprechungen, Korrekturen, Kurse, Referate, Seminare und Vorlesungen in kleinem Kreise statt. Die Möglichkeit zu Einzelbesprechungen besteht nach vorheriger Absprache. Weitere Lehrmethoden sind neben einem sechsmonatigen Industriepraktikum Archiv-, Firmen- und Messebesuche sowie Exkursionen zu Zentren, die mit Architektur, Design, Kunst und Mode sowie im weitesten Sinne mit der Geschichte des Textils, seiner aktuellen Entwicklung und Forschung sowie Verarbeitung, Einsatz und Präsenz in der heutigen Gesellschaft zu tun haben.

Kontakt

(0711) 28440-231
karl.hoeing@abk-stuttgart.de

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Campus Weißenhof: Keramikbau
Raum 134
Am Weißenhof 1
70191 Stuttgart

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