Beuyskiosk. I – Joseph Beuys' Entwurf für ein Mahnmal in Auschwitz-Birkenau / Vortrag mit Diskussion

Online-Veranstaltung

Abb.: Animation (Gestaltung: David Kurz, Lasse Langner)

12.05.2021 | 18:00

BEUYSKIOSK. I
Joseph Beuys' Entwurf für ein Mahnmal in Auschwitz-Birkenau

Vortrag mit Diskussion 

Stephan Rößler, Leiter Städtische Galerie Villingen-Schwenningen

Obwohl er eine zentrale Auseinandersetzung mit den Verbrechen der Nationalsozialisten darstellt, wurde der Entwurf für ein Mahnmal in Auschwitz-Birkenau von den Zeitgenossen Joseph Beuys' kaum beachtet. Erst Ende der 90er Jahre rückt der Entwurf und die Ernsthaftigkeit, mit der der Künstler die Realisierung verfolgte, langsam in den Fokus der Kunstöffentlichkeit. Vor dem Hintergrund eines politischen und bildtheoretischen Diskurses um Elemente und Ursprünge des Holocausts sollen neue Zugänge zum Verständnis des Entwurfs von Beuys aufgezeigt und seine Werkstrategien offengelegt werden.

Stephan Rößler arbeitete nach seinem Studium der Kunstgeschichte und Politikwissenschaft als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie seit 2014 an der ABK Stuttgart. Er forscht und publiziert zu Themen der politischen Ikonografie und zur Rezeption des Holocausts in der Kunst. Zudem hat er zahlreiche Ausstellungen zu gesellschaftspolitischen Fragen kuratiert. Seit 2020 leitet er die Städtische Galerie in Villingen-Schwenningen.

Zugang via Zoom: https://kck.link/beuyskiosk 
Datenschutzrichtlinie Teilnahme Zoom-Sitzung 

***

BEUYSKIOSK. ist eine sich experimentell entwickelnde Veranstaltungsreihe. Sie widmet sich an der ABK Stuttgart im Laufe des Sommersemesters und Wintersemesters 2021/22 den Ideen und dem Werk des für die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts zentralen Künstlers Joseph Beuys. Sein 100. Geburtstag am 12. Mai kann an einem Ort der Produktion und des Nachdenkens über Kunst nicht unbemerkt vorübergehen: Sein so vielseitiges und immer noch umstrittenes Werk soll – auch an Orten seiner jetzt aktuellen Ausstellung – aus verschiedenen Perspektiven diskutiert und umkreist werden. Beuys systemisch gedachter, „erweiterter Kunstbegriff“ richtet sich von der Kunst aus auf die humane Existenz und eine Gesellschaft, die es zu entwickeln und also auch zu verbessern gilt. Gerade auf dem Hintergrund der durch Globalisierung extrem zugespitzten Situation von Politik, insbesondere in Bezug auf Klima und Umwelt, erscheint Beuys' Denken und Engagement aktueller denn je. Es kreist um die geistige Entwicklung des Menschen und die Utopie einer „plastischen“, also sozialen Formung von Gesellschaft und Welt, die – so Beuys – erst in diesem Prozess zu sich selbst kommen können.

BEUYSKIOSK. soll und wird coronagemäss ein virtueller (ZOOM)-Treff-Punkt sein. BEUYSKIOSK. entsteht in Kooperation mit der Städtische Galerie Villingen-Schwenningen, dem Hessisches Landesmuseum Darmstadt, dem Kunstverein Hannover sowie dem Kunstmuseum Bonn.

Konzept und Zusammenstellung: Prof. Rolf Bier

***

Vorschau:

09.06., ab 18 Uhr
BEUYSKIOSK. II
Warum drängte der Aktionist Beuys ins Museum, wie schaffte er das und was machte er dann dort? / 
Film, Vortrag und Diskussion
Dr. Gabriele Mackert, Sammlungsleiterin für Kunst des 18. bis 21. Jahrhunderts im Hessischen Landesmuseum Darmstadt und verantwortlich für „Block Beuys“

Weitere Termine folgen

Zum Seitenanfang