Wandmalereirestaurierung

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Über den Studiengang

Geschichte des Studiengangs

* VON DER SEITE "GESCHICHTE DES STUDIENGANGS" *

Die Restauratorenausbildung auf Hochschulebene hat an der an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart eine lange Tradition. Sie entwickelte sich aus dem bereits 1948 gegründeten „Institut für Technologie der Malerei“. Der Leiter, Prof. Kurt Wehlte, etablierte das Institut unter anderem mit Vorlesungsreihen und praktischen Übungen im Bereich Maltechnik für die Studiengänge Freie Kunst. Angeboten wurden in der Wiederaufbauphase nach dem Zweiten Weltkrieg zugleich auch erste Fortbildungskurse zur Erhaltung und Restaurierung von Kunst- und Kulturgut. Daraus entwickelte sich unter Prof. Rolf E. Straub eine Vollzeitausbildung für Restauratoren und 1977 der bundesweit erste Diplom-Studiengang „Technologie und Restaurierung von Gemälden und gefassten Skulpturen“. 1988 wurde das Studienangebot durch die Neugründung des Studiengangs „Konservierung und Restaurierung von archäologischen, ethnologischen und kunsthandwerklichen Objekte“ erweitert. Im Jahr 1991 kam der Studiengang „Konservierung und Restaurierung von Kunstwerken auf Papier, Archiv- und Bibliotheksgut“ hinzu. In enger Kooperation mit dem Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg konnte 2003 der bereits 1988 genehmigte Studiengang „Konservierung und Restaurierung von Wandmalerei, Architekturoberfläche und Steinpolychromie“ eingerichtet und durch Oberkonservator Dr. h. c. Helmut F. Reichwald aufgebaut werden. Seit 2008 liegt die Leitung bei Prof. Dipl.-Rest. Roland Lenz.
Im Jahr 2004 erweiterte sich das Angebot der Restauratorenausbildung um den Master-Studiengang „Konservierung Neuer Medien und Digitaler Information“.

Über das Berufsbild

Im Bereich der Konservierung und Restaurierung weiten sich die beruflichen Möglichkeiten zunehmend aus. Der Beruf kann auf selbstständiger oder freiberuflicher Basis mit der Option einer Zusammenarbeit im Team ausgeübt werden, außerdem im Beamten- oder Angestelltenverhältnis an Museen, in Sammlungen oder an Forschungsinstituten wie auch in Ämtern der Denkmalpflege, und das ebenso national wie international.

Die Tätigkeit des Restaurators umfasst ein breites Spektrum konservatorischer und restauratorischer Aufgaben, von der Planung bis zur praktischen Umsetzung samt Dokumentation. Die konservatorische und restauratorische Betreuung von Kunstausstellungen fällt ebenso in sein Aufgabenfeld wie die Klimaüberwachung und die Beratung in Fragen der präventiven Konservierung. Die Kombination von Theorie und Praxis öffnet außerdem den Weg in Forschung und Lehre.

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Studieren

Lehrinhalte

Lehrangebot

Studiendauer und Abschluss

Studiendauer

Die offizielle Regelstudienzeit beträgt 6 Semester (B.A.) bzw. 4 Semester (M.A.).

Akademischer Grad

B.A. (Bachelor of Arts)
M.A. (Master of Arts)

Exkursionen

Abgerundet wird das Studienprogramm durch In- und Auslandsexkursionen sowie Sommerschulen gemeinsam mit anderen Hochschulen, um den fachlichen Austausch mit Kollegen zu fördern.

Für die Durchführung von Exkursionen, Projekt- und Abschlussarbeiten werden vom Studiengang Drittmittel eingeworben, welche die Studierenden finanziell entlasten. Dadurch können auch weitere moderne Untersuchungsmethoden, über die umfangreichen Untersuchungsmöglichkeiten der ABK hinaus, ermöglicht und finanziert werden.

Exkursionen – Eine Übersicht

2018 – Wien
2017 – Rom
2016 – Berlin
2015 – Tirol
2014 – Straßburg, Basel, Konstanz
2013 – Florenz
2012 – Neapel
2011 – Harz
2010 – Rom
2009 – Salzburg und Umland
2008 – Krakau

Bad Windsheim

Kurse zu historischen Baustoffen im Fänkischen Freilandmuseum

Sommersemester findet jedes Jahr eine dreitägige Exkursion in das Fränkische Freilandmuseum Bad Windsheim statt. In Kooperation mit dem Leiter der Ziegelei, Dipl.-Ing. Michael Back, werden die anorganischen Bindemittel – Kalk, Gips, Lehm/Ziegel nach historischem Vorbild hergestellt und verarbeitet. Zur Verarbeitung der Materialien stehen geeignete Objekte im Fränkischen Freilandmuseum zur Verfügung. Jedes Jahr werden Studierende einer anderen Hochschule eingeladen, um den Austausch zwischen den Studierenden verschiedener Hochschulen zu pflegen.

  • 2018 – Herstellung und Verarbeitung von Kalk und Romanzement
  • 2017 – Herstellung und Verarbeitung von Gips
  • 2016 – Herstellung und Verarbeitung von Lehm und Ziegeln
  • 2015 – Herstellung und Verarbeitung von Kalk und Romanzement
  • 2014 – Herstellung und Verarbeitung von Gips
  • 2013 – Herstellung und Verarbeitung von Lehm und Ziegeln
  • 2012 – Herstellung und Verarbeitung von Romanzement
  • 2011 – Herstellung und Verarbeitung von Gips
  • 2010 – Herstellung und Verarbeitung von Lehm und Ziegeln
  • 2009 – Herstellung und Verarbeitung von Kalk

Promotion

Seit 2002 ist eine Promotion an der ABK Stuttgart möglich. Dies eröffnet Absolventinnen und Absolventen der ABK Stuttgart, aber auch anderer Hochschulen die Chance, sich im Anschluss an die Masterarbeit einem mehrjährigen Forschungsprojekt zu widmen und originäre Beiträge im noch jungen, sich aber dynamisch entwickelnden Forschungsgebiet der Konservierungswissenschaft zu leisten.

Die Promotionsordnung und weitere Informationen zum Promotionsverfahren, zu Finanzierungsmöglichkeiten sowie zu laufenden und abgeschlossenen Promotionsprojekten finden sich unter Promotion.

Bewerben

Bewerbung und Aufnahmeverfahren

Weitere Informationen zu den Zulassungsvoraussetzungen, Bewerbungsmodalitäten und Terminen unter Bewerbung und Aufnahmeverfahren.

Studienberatung

Die aktuellen Termine für die Studienberatung unter Studien-/Mappenberatung.

Studienarbeiten

Masterarbeiten

2018

Armbruster, Frederik. Bauplastiken des Kreuzgangs Heiligkreuztal.

Fischer, Friederike. Die polychrom gefasste Bauplastik der Chorscheitelkapelle im Heilig-Kreuz-Münster in Schwäbisch Gmünd.

Mirea, Ioana. Die Wandmalereien der südöstlichen Sakristei der Marienkirche in Reutlingen- Bestands-, Zustands- und Schadenserfassung und Erstellung eines Konservierungs- und Restaurierungskonzeptes.

Toyoda, Satoko. Vergleichende Untersuchung der Werktechnik von elf altägyptischen Totenstelen aus der 12. und 13. Dynastie.

2017

Gouin, Mathieu. Untersuchung zur Betonpolychromie der 70er Jahre am Beispiel zweier von Otto Herbert Hajek gestalteten Bauwerke.

2015

Kolar, Teresa.Schloss Heiligenberg – Architekturoberfläche und Wandmalereiein in der Fürstlich Fürstenbergischen Kapelle. (pdf)

Krautheimer, Anna Lisa.Die Wandmalereien des sogenannten Jakobsbads in Horb am Neckar. Erstellung eines Konservierungs- und Restaurierungskonzeptes. (pdf)

2014

Jacob, Johannes. Die Minoritenmadonna in Wien – Bestands- und Zustandsserfassung mit Schwerpunkt auf die erhaltenen Fassungen und Erarbeitung eines Konservierungs- und Restaurierungskonzeptes.

Diplomarbeiten (bis 2014)

2014

Koch, Claudia. Die gotische Brunnensäule des Rottenburger Marktbrunnens – Bestands-, Zustands- und Schadenserfassung mit Konzepterstellung für die Konservierung und Restaurierung sowie Präsentation.

2013

Fischer, Lisanne. Ein Tafelfresko von Georg Muche – Analyse der Werktechnik – Bestands- und Zustandsaufnahme  – und Erstellung eines Konservierungs- und Restaurierungskonzeptes.

Proske, Ramona.Kapelle St. Jodokus in Überlingen am Bodensee – Untersuchung zu Bestand und Schäden sowie Entwicklung eines Konservierungs- und Restaurierungskonzeptes der Wandmalereien im Bereich B 2.2 der Südwand im Langhaus.

Abstracts 2013

2012

Mrosk, Anja.Translozierte Wandmalereien auf der neu errichteten Ostwand in der Petruskirche Jesingen/Teck.

Pfeuffer, Carolin. Untersuchung zur Steinpolychromie am Beispiel eines Figurenkomplexes von dem Haus am ehemaligen Marktplatz 5 in Stuttgart sowie Entwicklung eines Konservierungs- und Restaurierungskonzeptes.

Prochniak, Maria.Das Altarbild der Peter-und Paulus-Kapelle im Freiburger Münster Unserer Lieben Frau – Zustandserfassung mit maltechnischer Untersuchung und Konzepterstellung zur Konservierung und Präsentation.

Abstracts 2012

2011

Hirschfeld, Claudia.Der Kreuzgang-Südflügel im Münster Unserer Lieben Frau in Konstanz – Bestands- und Zustandserfassung sowie Erstellung eines Konservierungs- und Präsentationskonzeptes unter besonderer Beachtung der Gewölbemalereien.

Kaiser, Nicole. Schloss Ludwigsburg – Dienerschaftsraum/Raum 133 – Bestands- und Zustandserfassung sowie Entwicklung eines Konservierungs- und Restaurierungskonzeptes unter der Berücksichtigung einer späteren Präsentation des Raumes.

Reinecke, Marie-Luise. „Basler Triptychon“ 1960 von Otto Herbert Hajek – Erstellung eines Konservierungs- und Restaurierungskonzeptes.

Abstracts 2011

2009

Lang Viola.Die Wandmalerei von Rudolf Yelin d. J. in der ev. Kirche in Pflummern – Untersuchung der Werktechnik und Entwicklung eines Konservierungskonzepts.

Roth, Janina. Die Wand- und Gewölbemalereien der Sylvesterkapelle des Münsters unserer Lieben Frau zu Konstanz – Untersuchung zu Bestand und Schäden und Entwicklung eines Konservierungs- und Restaurierungskonzeptes.

Stark, Anja. Untersuchung des „Donndorf Nachlasses“ im Außendepot der Stadt Stuttgart, Restauratorische Untersuchung.

Abstracts 2009

2007

Brodbeck, Anja.Studie zum Umgang mit Wandmalereifragmenten – Beitrag zur Forschung des technologischen Aufbaus römischer und frühmittelalterlicher Wandmalerei aus dem süddeutschen Raum.

Liebstückel, Kerstin.Metallauflagen auf Stuck am Beispiel der Sommerabtei im Kloster Ottobeuren.

Abstracts 2007

Ausstattung

Räume und Geräte

Bibliothek

Die Bibliothek der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart versorgt als Zentralbibliothek direkt auf dem Campus Lehrende und Lernende der Fachgruppen Kunst, Architektur, Design und Kunstwissenschaften-Restaurierung mit Literatur und Medien. Fachspezifische Literatur für die Restaurierungsstudiengänge ist in der Fachbibliothek in der Birkenwaldstraße 200 sowie in den Außenstellen Fellbach und Esslingen zugänglich (nach vorheriger Terminvereinbarung über Fachgruppensekretariat: restaurierung(at)abk-stuttgart.de). Sämtliche Bestände sind online über den OPAC recherchierbar.

Lehrsammlung

Die Anfänge der Lehrsammlung des Studiengangs Konservierung und Restaurierung von Wandmalerei, Architekturoberfläche und Steinpolychromie gehen noch auf Prof. Kurt Wehlte zurück. Die seither laufend ergänzte Sammlung umfasst eine große Anzahl von Materialien und Anschauungsbeispielen zu Wandmalerei, Stuck, Mosaik, Mineralogie und Geologie. Dieses Kerngebiet wird durch die umfangreiche Sammlung von Prof. Roland Lenz zu Mörteln und Mörtelstoffen sowie zu Dekorations- und Baugesteinen erweitert. Sie Sammlungsstücke werden als Studienobjekte in den Unterricht miteinbezogen.

Neben den Sammlungen im Bereich der anorganischen Werkstoffgeschichte und Werkstoffkunde verfügt die Abteilung Restaurierung über eine umfangreiche und breit angelegte Pigment- und Bindemittelsammlung, die bei der Veranschaulichung der Lehrinhalte Verwendung findet.

Forschung

Projekte

Aktuelle Projekte
  • Bad Urach, Markbrunnen, Christophorus
  • Brenz-Sontheim, St. Gallus-Kirche
  • Forchtenberg, Kapelle
  • Freiberg-Heutingsheim, Fachwerkwand
  • Herrenwies, Kapelle
  • Karlsruhe
  • Karlsruhe, Tordurchfahrt
  • Kirchheim/Teck, Christuskirche, Wandmalerei Yelin (B.A.-Arbeit)
  • Prozessbeobachtung
  • Schwäbisch Gmünd, Münster, Wandmalerei Chorscheitelkapelle (B.A.-Arbeit)
  • Stuttgart, ABK, Neubau 1
  • Stuttgart, WLM, Schlussstein
  • Stuttgart, WLM, Steinfragment
  • Stuttgart, WLM, Steinfragmente, Markbrunnen Bad Urach
  • Tübingen, Jupitersäule
  • Tübingen, Schafbrühl
  • Versuchsreihe zur Salzminderung an Sandstein
  • Versuchsreihe zur Saugspannung
  • Weiterverarbeitung von 3D-Daten
  • Zwiefalten Kapelle
Abgeschlossene Projekte
  • 2019 (pdf)
  • 2018 (pdf)
  • 2017 (pdf)
  • 2016 (pdf)
  • 2015 (pdf)
  • 2014 (pdf)
  • 2013 (pdf)
  • 2012 (pdf)
  • 2011 (pdf)
  • 2010 (pdf)
  • 2009 (pdf)
  • 2008 (pdf)

Kooperationen

Der Studiengang steht in enger Kooperation mit den anderen Hochschulen am Standort und zeigt sich dadurch als klarer Förderer der interdisziplinären Zusammenarbeit von verschiedenen, an der Erhaltung von Kunst- und Kulturgut beteiligten Fachdisziplinen. Weiterhin begreift sich der Studiengang auch als Plattform für den fachlichen Austausch mit externen Kollegen und Wissenschaftlern in Form von gemeinsamen Seminaren, Kolloquien und Tagungen. Der persönliche Kontakt unter den verschiedenen Verantwortlichen wird groß geschrieben.

Der Studiengang ist in die Denkmalpflege und Forschungslandschaft in Baden-Württemberg eingebettet. Über Kooperationen werden die Fachkompetenzen des Studiengangs erweitert. Für die Studierenden werden Möglichkeiten geschaffen, weitere Einrichtungen kennenzulernen.

Im Rahmen von Lehrveranstaltungen bestehen Kontakte u.a. zu:

Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg
Restaurierung, Baudenkmalpflege und Archäologie

Universität Stuttgart
Institut für Architekturgeschichte (ifag)

Materialprüfungsanstalt Universität Stuttgart
MPA Stuttgart, Otto-Graf-Institut (FMPA)

Hochschule für Technik Stuttgart
Fakultät: Fakultät Bauingenieurwesen, Bauphysik und Wirtschaft
Fachgebiet: Baustoffkunde, Bauchemie, Bauschäden

Anderen Hochschulen, beispielsweise HfBK Dresden, FH Köln, FH Potsdam, HAWK Hildesheim, …
Praktika, Projekte und Abschlussabeiten fanden – neben den zuvor genannten – u.a. auch in enger Zusammenarbeit mit den unten folgenden Institutionen statt. Hierbei ist hervorzuheben, dass durch diese Kontakte die Möglichkeit besteht, an hochrangigen Objekten in Baden-Württemberg zu arbeiten. Dies ist prinzipiell auch in anderen Bundesländern möglich.

  • Vermögen und Bau Baden-Württemberg (Ämter in Konstanz, Ludwigsburg, Freiburg, …)
  • Evangelische Landeskirche in Württemberg
  • Otto Herbert Hajek Kunststiftung der Sparda-Bank Baden-Württemberg
  • Landeshauptstadt Stuttgart, Kulturamt, Planungsstab Stadtmuseum

Publikationen

Mörtelerfassungsblatt nach Lenz

Die Entwicklung des Mörtelerfassungsblattes geht auf das Bestreben zurück, Mörtel für restauratorische Zwecke vergleichbar zu erfassen. Insbesondere für die werktechnische Untersuchung und vergleichende Mörtelanalyse im Bereich der Bau- und Mörtel- forschung ist dieses Erfassungsblatt von Roland Lenz, ausgehend von der Seminar- und Diplomarbeit an der HfBK Dresden und langjähriger Weiterentwicklung in freiberuf- licher Tätigkeit, für restauratorische Mörteluntersuchungen und –analysen entwickelt und angewendet worden. Das Erfassungsblatt wurde in zahlreichen Lehrveranstaltungen, im sog. „Mörtelseminar“ des Autors an der HfBK Dresden sowie an der ABK Stuttgart, als didaktisch anschauliche Herangehensweise bei der Mörtelanalyse eingesetzt.

Bei folgenden Aufträgen für Mörteluntersuchungen wurde das Mörtelerfassungsblatt genutzt (Auswahl):

Kloster Ilsenburg (2001), Palais im Großen Garten (HfBK Dresden / 2001), Burg Mildenstein (2002), Burg Stolpen (2003/2004), Herkulaneum (HfBK Dresden / 2005), Forschungsgrabung Magdeburger Dom (seit 2003 andauernd).

Das zunächst als analoges Erfassungsblatt genutzte Schema zur Beschreibung von Mörteln wurde Anfang 2000 in ein digitales Erfassungsblatt auf Basis einer Datenbanksoftware (FileMaker) umgewandelt, so dass sowohl bei der Eingabe der relevanten Daten als auch bei der Datenabfrage und -sortierung eine wesentlich bessere und rationellere Handhabung erzielt werden konnte.

Der Algorithmus des Erfassungsblattes beruht im Wesentlichen auf der makro- und mikroskopischen Analyse des Mörtelanschliffs und kann durch Analysen am Dünnschliff und Siebanalysen sowie weitere naturwissenschaftliche Untersuchungen ergänzt werden. Durch die Trennung der Beschreibung hinsichtlich des Gefüges, der Matrix und der Struktur, welche sich an der geologischen Herangehensweise zur Beschreibung von Gesteinen orientiert, können bereits am Anschliff die wesentlichen Merkmale eines Mörtels erfasst werden. Die für die Analyse von historischen Mörteln besonders wichtigen Bindemittelpartikel, welche Aufschluss über das verwendete Bindemittel geben, sind im Erfassungsblatt gesondert unter „Struktur“ aufgenommen worden. Durch diese Trennung können alle makroskopisch oder mikroskopisch sichtbaren Partikel (BM-Partikel und Zuschläge) getrennt aufgenommen und beschrieben werden. Aus diesen Beobachtungen heraus können Ableitungen der jeweiligen Bindemittelgruppe (Lehm, Kalk, Gips, Zement)  erfolgen bzw. weitere analytische Fragestellungen formuliert werden.

Das unten gezeigte Beispiel eines ausgefüllten Erfassungsblattes stammt aus dem Projekt Forschungsgrabung Magdeburger Dom. Je nach durchgeführten Analysen oder erweiterter Fragestellung  können entsprechende Seiten an die eigentliche, erste Erfassungsseite angehängt werden.

1. Erfassungsblatt mit Bild des Mörtelanschliffs

  • Identifikation
  • Gefüge
  • Matrix
  • Struktur
    • Bindemittelpartikel
    • Zuschläge
  • Zusätze
  • Bemerkung

2. Dünnschliffuntersuchung
3. Daten und Auswertung der Siebanalyse
4. Abbildung der Befundstelle
5. Abbildung des Mörtelanschliffs (groß)

Der Umgang mit dem Erfassungsblatt und der Datenbank sowie die Bestimmungs- und Analyseschritte sind Bestandteil des Unterrichts im Studiengang.

Eine Vorlage für die Datenbank ist beim Autor erhältlich und kann unter Wahrung der Urheberschaft genutzt werden.

Personen

Prof. Roland Lenz

Prof. Lenz Roland

Prof. Roland Lenz

Professor für Konservierung und Restaurierung von Wandmalerei, Architekturoberfläche und Steinpolychromie Kontaktdaten

AM Anna Lisa Krautheimer M.A.

 Krautheimer M.A. Anna Lisa

Anna Lisa Krautheimer M.A.

Akademische Mitarbeiterin in der Fachgruppe Kunstwissenschaften-Restaurierung Kontaktdaten

AM Dipl.-Rest. Janina Roth

Dipl.-Rest. Roth Janina

Dipl.-Rest. Janina Roth

Akademische Mitarbeiterin in der Fachgruppe Kunstwissenschaften-Restaurierung Kontaktdaten

Referentinnen und Referenten

Der Studiengang verfügt über ein breites Lehrangebot durch externe Spezialistinnen und Spezialisten aus dem In- und Ausland, welches in Kooperation mit den anderen Restaurierungsstudiengängen der Akademie realisiert wird.

Dipl.- Rest. Johannes Amann (Weißenhorn) Vergoldung und Maltechnik

Dipl.-Ing. Michael Back (Fränkisches Freilandmuseum Bad Windsheim) Gips, Kalk und Lehm als Bindemittel

Kate Colleran, ACR (Icon) FIIC (London) Ethics and decisionmaking in conservation

Dipl.-Rest. Arnulf Dähne (Leipzig) Bildgestützte Dokumentation und Datenbanken

Dipl.-Ing. Justus C. C. Dietz (Stuttgart) Dokumentationstechniken: Technisches Zeichnen (analog und digital)

Dr. Julia Feldtkeller (Tübingen) Theorie und Geschichte der Denkmalpflege

Restaurator Wolfgang Gärtner (Berlin) Wandmalereitechnik

Prof. Dr. Gabriele Grassegger-Schön (HFT Stuttgart) Werkstoffprüfung und Salze

Dr. Friedrich Grüner (MPA Stuttgart) Steinkonservierung

Prof. Dr. Ursula Haller (HfBK Dresden)
Alternativer Einsatz von Lösungsmitteln

Nada Heller (Stuttgart) Dokumentationstechniken: Elektronische Datenverwaltung und -darstellung

Dr. Ulrike Henes-Klaiber (Forbach) Bauphysik

Jan Hooss (Stuttgart)
Stuckherstellung

Dr. Dipl.-Rest. Dörthe Jakobs (LAD BW Esslingen) Theorie und Praxis zur Integration von Fehlstellen

Dipl.-Rest. Viola Lang (Ulm) Moderne Malmaterialien in der Wandmalerei

Dipl.-Ing. Architekt Till Läpple (Stuttgart) Statik von historischen Gebäuden

Prof. Dr. Steffen Laue (FH Potsdam) Salze im porösen Systemen

Dipl.-Rest. Martin Lehmann (Dresden) Umgang mit Kunststoffen in der Wandmalerei

Mag. Johann Nimmrichter (BDA Wien) Laser in der Konservierung

Dipl.-Ing. Tilman Riegler (Stuttgart) Bauforschung

Dipl.-Kart. Kerstin Riße  (HfBK Dresden) Bildgestützte Dokumentation und Datenbanken

Dr. Stefanie Scheerer (Stuttgart) Mikrobiologie

Dr. Jörg Scheller (Bern) Pressearbeit

Dipl.-Rest. Barbara Springmann Vergoldungstechniken

Dipl.-Rest. Eric Stenzel (Dresden) Laser in der Konservierung

Prof. Dr. Achim Unger (Berlin) Integrated Pest Management (IPM)

Rest. Otto Wölbert (LAD BW Esslingen) Steinkonservierung

Prof. Dr. Stefan Wülfert (Bern)
Polarisationsmikroskopische Pigmentuntersuchung

Fachgruppensekretariat

 Susanne Krause

Susanne Krause

Sekretariat der Fachgruppe Kunstwissenschaften-Restaurierung Kontaktdaten

Sonstiges

Nützliche Seiten

Beruf

Organisationen

Praktikum

Studium

 Recherche

Freeware

Presse

Pressespiegel der ABK

Projekt Pforzheim, DDR Museum, Teilstück Berliner Mauer

„Ein Stück Mauer für die Ewigkeit“, Text von Martina Schaefer, Pforzheimer Zeitung, 09.05.2018

Projekt Schwäbisch-Hall, St. Michael

„Schatz im Dornröschenschlaf“, Text von Marcus Haas, Zum Sonntag eine Beilage des Haller Tagblatts am Wochenende, 06.05.2017

Projekt Geislingen, Schlossgarten, Büste

„Zwei Meister sind am Werk“, Text von Rosalinde Conzelmann, Zollern-Alb Kuirer, 21.09.2016

Projekt Überlingen, Jodokkapelle

„Jodok-Kirche: Wichtiger Impuls zur Restaurierung“, Text von Hanspeter Walter, Südkurier, Bodenseekreis-Oberschwaben 18.09.2013

Projekt Öhningen, Augustinerchorherrenstift

„Öhningen Sommerschule im Augustinerchorherrenstift“, Text von Stephan Riegger, Südkurier, Kreis-Konstanz, 10.09.2013

Projekt Niederhofen, Cyriakuskirche

„Wandmalerei unter dem Mikroskop“, Text von Gabi Muth, Heilbronner Stimme, 05.08.2013

Projekt Gemmrigheim, Johanneskirche, Obere Turmkapelle

„Das Rätsel um die Farbe ist gelüftet“, Text von Dorothee Kauer, Ludwigsburger Kreiszeitung, 23.01.2013

Projekt Stadtarchiv Esslingen

„Der Heilige Georg im Scheinwerferlicht“, Text von Dagmar Weinberg, Esslinger Zeitung, 05.12.2012

Bad Windsheim 2012

„Bauen mit altem Werkstoff“, Text von Munzinger Fränkische Landeszeitung, 23./24.06.2012

„Herstellen und Verarbeiten“, Text von Ute Rauschenbach, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Fränkisches Freilandmuseum

Projekt Jesingen/Teck Petruskirche

„Interview mit Frau Mrosk“, in: Jesinger Gemeindebrief, Juli 2012, Herausgeber: Ev. Kirchengemeinde Jesingen, Pfarramt, Pfarrer R. Conzelmann

Berufspolitik

„Wasserhähne lohnen, ein Raffael nicht“, Text von Nikolai B. Forstbauer, Stuttgarter Nachrichten, 22.10.2011

Projekt Geislingen Siechenkapelle

„Die Siechenkapelle kann einer Nutzung zugeführt werden“, Text von Peter Lecjaks, OB & Rathaus Akuell, 22.11.2011

„Schicht für Schicht wird gesichert“, Text von Bettina Sommer, Südwest Presse Geislingen, 16.06.2011

Projekt Schloss Ludwigsburg, Dienerschaftsraum 133

„Kindsbettzimmer im Schloss unter der Lupe“, Ludwigsburger Kreiszeitung, 194. JG., Nr. 97, 28.04.2011

Projekt Otto Herbert Hajek

„Beton am Haken“, Stuttgarter Nachrichten, März 2011

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