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Die Fachgruppe Architektur der ABK Stuttgart lädt herzlich zur studentisch organisierten Vortragsreihe „Jour Fixe“ ein, die dieses Semester unter dem Titel „niche“ stattfindet. 

Niche ist sowohl die französische als auch englische Bezeichnung für Nische. Die Herkunft des Wortes lässt sich auf das Altfranzösische „nichier“ zurückführen, was so viel bedeutet wie „ein Nest bauen“. Über das Vulgärlateinische gelangte der Begriff schließlich zum lateinischen „nidus“, was wiederum „Nest“ bedeutet. Somit verweist niche sowohl historisch auf grundlegende Prinzipien räumlichen Schutzes als auch gegenwärtig auf marginale räumliche Vertiefungen oder Erweiterungen.

In Form von zwei Veranstaltungen sollen gemeinsam mit Architekt*innen und Theoretiker*innen die verschiedenen Phänomene von niche erkundet werden. Zu unserem abschließenden Termin haben wir Jun. Prof.in Dr. Dorothee Rummel und Prof.in Angelika Juppien eingeladen.

Jun. Prof.in Dr. Dorothee Rummel studierte Architektur mit städtebaulichem Schwerpunkt unter anderem an der Universität Karlsruhe und der Hochschule der Künste in Berlin und ist seitdem Architektin, Stadtplanerin und Lehrbeauftragte. 2016 promovierte sie am KIT mit ihrer Arbeit „Unbestimmte Räume in Städten: Der Wert des Restraums“ bei Prof. Markus Neppl und Prof. Dr. Michael Koch, die die Grundlage für ihren Vortrag darstellt. Jun. Prof.in Dr. Dorothee Rummel wurde im Januar 2022 zur Juniorprofessorin für „Stadt Raum Entwerfen“ an der Bauhaus-Universität Weimar berufen. 

Prof.in Angelika Juppien lehrt seit 2001 an der Hochschule Luzern. Im Jahr 2005 wurde sie als Professorin für Entwurf und Konstruktion im Bachelor Intermediate (Schwerpunkt Wohnbau/Siedlungsplanung) berufen und forscht neben ihrer Lehrtätigkeit vor allem in den Bereichen Wohn- und Stadtentwicklung. Jenseits der Hochschule ist sie zudem im „Kollektivorort“ tätig, ein Zusammenschluss von Architekt*innen, Stadtforscher*innen und Kulturvermittler*innen in Luzern, welche die Wichtigkeit betonen, nicht nur Räume zu schaffen, sondern auch Räume zu lassen. Im Jahr 2022 veröffentlichte sie gemeinsam mit Richard Zemp den „Atlas des Dazwischenwohnens“.

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