Ausstellung: „Zeitgleich“ – Jan-Hendrik Pelz und SUPER VIVAZ
Q Galerie für Kunst, Karlstraße 19, 73614 Schorndorf
In der Ausstellung „Zeitgleich“ beleuchten die Künstler*innen Jan Hendrik Pelz (*1984) und SUPER VIVAZ, Lina Baltruweit (*1996) und Johannes Breuninger (*1996), das Thema Mobilität in einer globalisierten Welt aus zwei unterschiedlichen Perspektiven: Während Pelz sich in seinen aktuellen Werken mit Menschen auseinandersetzt, die durch Krieg oder Terror zur Flucht gezwungen wurden, beschäftigt sich das Künstlerduo mit der privilegierten Reisefreiheit, die Menschen im globalen Norden genießen. Durch die Darstellung und Überspitzung von Reiseklischees hinterfragen sie die von Influencern verheißene Selbstfindung und Naturverbundenheit durch Konsum.
Pelz hat bis 2015 an der ABK Stuttgart bei Prof.in Christian Jankowski studiert und war Meisterschüler im Weißenhof-Programm. Lina Baltruweit und Johannes Breuninger studieren an der ABK Stuttgart bei Prof. Andreas Opiolka, Prof.in Mariella Mosler und Prof.in Birgit Brenner.
Die künstlerische Position von Pelz bewegt sich grenzüberschreitend zwischen verschiedenen Medien, wobei sich Malerei und konzeptuelle Ansätze mit performativen Elementen verbinden. Die Skulpturen und Installationen von SUPER VIVAZ bedienen sich einer vielfältigen Materialpalette, wobei Keramik oft ein zentrales Element darstellt.
Jan-Hendrik Pelz präsentiert neben Arbeiten aus der Serie „An Inner Place“ auch Videokunst sowie Malerei. Für „An Inner Place“ porträtierte Jan-Hendrik Pelz Menschen, die durch Krieg oder Terror zur Flucht gezwungen wurden. Die einzelnen Ölgemälde sind zu lebensgroßen Bild – Objekten zusammengefügt, eröffnen dadurch den Schritt von der Fläche in den Raum und kommen so, mit den Mitteln der Malerei, zu einer umfassenderen Ansicht der dargestellten Personen. Es wurden sitzende sowie stehende Personen dargestellt. Außerdem werden neue Arbeiten aus dem Bereich Videokunst, Malerei und Textilkunst zu sehen sein.
Von SUPER VIVAZ sind mehrere Mixed-Media-Skulpturen und Installationen zu sehen, die größtenteils für die Ausstellung „Zeitgleich“ entstanden sind. Mit Selbstreflexion und Autofiktion untersuchen die Künstler verschiedene Facetten des Reisens mit dem Komfort, der mit einem deutschen Reisepass einhergeht, wobei sie keine eindeutige Wertung zulassen. Die Anspruchsverhältnisse der Nationen werden hinterfragt, indem sie in einem angedeuteten Mangrovenhain mit ihren Nationalflaggen um die Vorherrschaft konkurrieren. An anderer Stelle bekommt ein deutscher Reisepass Gänsehaut, ein Verweis auf die aktuelle Migrationsdebatte, in der Angst und Panik geschürt werden.
Laufzeit: 13.12.2023–28.01.2024
Öffnungszeiten: Mi–Fr 14–18 Uhr, Sa, So, feiertags 11–18 Uhr
Weitere Informationen unter www.q-galerie.de.