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Unter dem Motto „Eine Zukunft für den Saalgarten“ fand vom 20. bis zum 25. Juli 2025 die erste Summer School zum Thema Denkmalpflege der ABK Stuttgart im Kloster Bronnbach bei Wertheim statt. Sie wurde als interdisziplinärer Workshop mit Expert*innen aus verschiedenen Bereichen der Denkmalpflege durchgeführt. Ziel war es, eine denkmalpflegerische Zielstellung für eine bewahrende Nutzung des barocken Saalgartens des Klosters zu entwickeln.

Möglich wurde dieses Kooperationsprojekt durch die von Barbara Saebel MdL (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) eingeworbenen Gelder, die im Haushalt des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst Baden-Württemberg für 2025 und 2026 eingestellt und der ABK Stuttgart zugewiesen wurden.

Auftakt der Summer School

Die Woche begann mit Vorträgen von Dr. Irene Plein, Peter Huber und Henrike von Werder-Zyprian vom Landesamt für Denkmalpflege. Themen waren der Aufbau, die Aufgaben und Ziele der Denkmalpflege in Baden-Württemberg, die Geschichte des Klosters sowie Aspekte der Gartendenkmalpflege.

Arbeitsgruppen und Inhalte

Ab dem zweiten Tag arbeiteten die Teilnehmenden in drei Gruppen mit unterschiedlichen methodischen Schwerpunkten:

Gruppe 1: Bauforschung und digitales Aufmaß

Die Gruppe erstellte mittels 3D-Laserscanner verschiedene Plangrundlagen und ein Raumbuch zum systematischen Erfassen des Bestands. Unterstützt wurde sie von Prof. Dr. Christiane Weber, Maria Saum, Renée Heusler, Baris Wenzel und Laura Balangé (Universität Stuttgart).

Gruppe 2: Restauratorische Erfassung

Diese Gruppe untersuchte Architekturoberflächen und Farbigkeit und kartierte die Ergebnisse unter Anleitung von Prof. Roland Lenz und Saskia Kaiser (ABK Stuttgart). Besonders anschaulich war der Einsatz mobiler, zerstörungsfrei arbeitender Messgeräte der Materialprüfungsanstalt (vorgestellt von Judit Zöldföldi). Ergebnis war die Darstellung der Materialien und Farbgestaltungen der Fassaden.

Gruppe 3: Archivalien, Veränderungsgeschichte, Nutzungskonzept

Unter Anleitung von Dr. Anette Busse (KIT) wertete die Gruppe literarische und archivalische Quellen zum Kloster aus, sprach mit Expert*innen vor Ort und erarbeitete ein Nutzungskonzept für den Saalgarten, das der Denkmalpflege präsentiert wurde.

Gemeinsame Aktivitäten und fachlicher Austausch

Täglich tauschten sich die Gruppen über ihre Erkenntnisse aus. Zusätzlich gab es Einblicke in die Bausubstanz und Dachstühle des Klosters:

  • Führung durch den Dachstuhl der Klosterkirche,
  • bauforscherische Betrachtungen durch Christiane Brasse,
  • Untersuchung des Belvedere-Pavillons durch Sebastian Schmäh,
  • Impulse zu Restaurierung und Konservierung im Kontext des Klimawandels durch Dr. Kristina Holl.

Die gemeinsame Unterbringung im Kloster förderte Austausch und Gemeinschaft. Die Arbeitsräume boten Sicht auf den Saalgarten, und abends konnten die Teilnehmenden das Gelände in Ruhe nutzen und die Atmosphäre des Klosterensembles erleben.

Abschlusspräsentationen

Am letzten Tag präsentierten die Teilnehmenden ihre Ergebnisse im Vorraum des Josefsaals – mit direktem Blick auf den Saalgarten. Die Veranstaltung wurde begleitet von Grußworten von:

  • Barbara Saebel (MdL, denkmalnetzBW e.V.)
  • Prof. Dr. Eva-Maria Seng (Rektorin ABK Stuttgart)
  • Prof. Dr. Ulrike Plate (Landesamt für Denkmalpflege)

Die Präsentationen überzeugten durch die Verbindung aus fachlichem Lernen und kreativem Nutzungskonzept.

Filmische Dokumentation

Die Summer School wurde durch das Filmteam von Sohl Media begleitet. Daraus ist eine zehnminütige filmische Dokumentation entstanden:

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Die Summer School wurde durch das Filmteam von Sohl Media begleitet. Daraus ist eine zehnminütige filmische Dokumentation entstanden.
Sohl Media
zehnminütige filmische Dokumentation

Wie es 2026 weitergeht

Die nächste Summer School zum Thema Denkmalpflege findet vom 19.–25.07.2026 im Kloster Heiligkreuztal statt. Weitere Informationen dazu finden Sie auf dem Flyer. Die Bewerbung ist bis zum 06. März 2026 an summerschool@abk-stuttgart.de möglich.