„KOST – PROBE“: Lehrende und Alumnae der ABK stellen aus
STIFTUNG FROEHLICH, Kohlhammerstraße 20, 70771 Leinfelden-Echterdingen
Die Zunge ist frech, intim, muskulös, einzigartig, grenzüberschreitend, fluid, laut, sinneserweiternd, rot. Sie schmeckt, spricht, tastet und trägt Spuren von Identität. Sie ist das Organ, das uns verbindet und trennt, das Nähe schafft und Grenzen markiert.
Mit der „KOST – PROBE“ startet die Stiftung Froehlich ein neues Format, das die Sammlung als Plattform für junge und zeitgenössische Künstler*innen öffnet. Es entsteht eine Probebühne für künstlerische Dialoge, Ausstellungen, Performances und Listening Sessions. Im Mittelpunkt stehen die Themen Identität, Geschlecht und Performativität – und damit die Beobachtung und Verhandlung von individuellem und kollektivem körperlichen Wissen.
Die Zunge fungiert dabei als Zeichenträger und symbolisches Organ. Sie steht für das, was ausgesprochen, verschluckt oder performativ verhandelt wird – und bildet das sinnlich-politische Zentrum der Reihe. Von Veranstaltung zu Veranstaltung rollt sich die Zunge weiter aus: als wachsendes feministisches Organ, das sich in die Sammlung einschreibt. Das Sammeln selbst wird dabei zu einem kollektiven Prozess – ein lebendiges Geschehen des Teilens, Forschens und Erinnerns. Serviert wird keine Speise, sondern künstlerische Haltung.
Es stellen aus:
- Katharina Neuburger, ehemalige Akademische Mitarbeiterin für Kunstgeschichte der Moderne und der Gegenwart
- Shinroku Shimokawa, Künstlerisch-technischer Lehrer in der Werkstatt für plastische Grundtechniken
- Lea Mina Rossatti, Alumna des Studiengangs Künstlerisches Lehramt
- Nergis Songün, Alumna des Studiengangs Künstlerisches Lehramt
- Sarah Maria Serve, Alumna des Studiengangs Architektur
Text und Kuration: Sarah Maria Serve