Das ungleiche Doppel – ökosoziale Transformation der Rotebühlstrasse 70 + 74, Theresa Weigand
Inhalt
Fokus der Arbeit ist es, die gebaute Geschichte sowie die konstruktive Struktur der prägnanten Bestandsgebäude zu untersuchen und diese als Prototypen ihrer jeweiligen Bauzeit weiterzuentwickeln. Vor dem Hintergrund einer ungewissen Zukunft beider Gebäude verfolgt der Entwurf einen minimalinvasiven Umgang mit der vorhandenen Bausubstanz. Die programmatische Neubespielung orientiert sich am Bedarf des Ortes und sieht eine Kombination aus Wohnen sowie urbanen, gemeinschaftsorientierten Nutzungen vor.Das Grundstück fungiert als quartiersprägender Stadtbaustein mit öffentlichen, gemeinschaftlichen und privaten Nutzungsszenarien. Die Arbeit nähert sich dem Grundstück über drei Betrachtungsebenen: Stadt, Gebäude und (Innen)raum. Als methodischer Ansatz wird der Begriff der Schwelle herangezogen. „Schwellen“ werden in diesem Kontext als räumliche, funktionale oder soziale Momente verstanden, die bestehende Nutzungen hemmen, Zugänglichkeit einschränken oder Aneignungsprozesse verhindern.
Diese Schwellen wurden analysiert, neu interpretiert und gezielt transformiert, um räumliche Durchlässigkeit, programmatische Offenheit und eine stärkere Verknüpfung zwischen Gebäude, Hof und Stadtraum zu ermöglichen.