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Im Rahmen der Ringvorlesung „to voice“ des Fachbereichs Art Education – Kunstpädagogik und Ästhetische Bildung der Universität Hamburg hält Prof. Dr. Johanna Tewes ihren Vortrag „Stimmen im Text. Wie gemeinsames Schreiben zwischen schulischer und wissenschaftlicher Praxis kunstpädagogisches Wissen formt“. Prof. Dr. Johanna Tewes ist Professorin für Kunstdidaktik und Bildungswissenschaften an der ABK Stuttgart.

Das gemeinsame Verfassen wissenschaftlicher Texte mit schulischen Praktiker*innen hat gezeigt, dass sich hier unterschiedliche Erfahrungen, Wissensformen, institutionelle Positionen und Schreibweisen begegnen. Im Ringen um Begriffe, Argumentationen und Tonlagen entsteht jedoch nicht ohne Weiteres eine gleichberechtigte Mehrstimmigkeit. Vielmehr stellt sich die Frage, wer im gemeinsamen Text wie zu Wort kommt, wessen Sprache als wissenschaftlich gilt und welche Differenzen im Zuge der Textproduktion geglättet werden. Zugleich eröffnet das gemeinsame Schreiben für die Beteiligten die Möglichkeit, auf andere Perspektiven zu antworten, die eigene Situiertheit zu reflektieren und sich durch den kollaborativen Schreibprozess verändern zu lassen.

Der Vortrag nimmt Erfahrungen aus kollaborativen kunstpädagogischen Schreibprojekten mit unterschiedlichen Akteur*innen zum Ausgangspunkt, um wissenschaftliches Schreiben als situierte und responsive Praxis zu untersuchen. Vor diesem Hintergrund wird beleuchtet, wie Beziehungen, Aushandlungen und systemische Ordnungen den Schreibprozess begleiten und das hervorgebrachte Wissen formen. Mit Blick auf Fragen der Professionalisierung geraten die Verschränkung von schulischem Erfahrungswissen und akademischer Theoriebildung, die ungleichen Bedingungen geteilter Autorschaft im Wissenschaftskontext sowie die Rolle digitaler und KI-gestützter Schreibwerkzeuge besonders in den Blick.

Weitere Infos unter ew.uni-hamburg.de

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