Julia Nathalie Heinzerling. Demaskierte Verheerung. NS-geraubtes Kulturgut flämischer Vormoderne des Samuel Hartveld
Inhalt
Kurzvita
Julia Nathalie Heinzerling M.A. ist seit 2019 als selbstständige Provenienzforscherin tätig. Sie verfasst wissenschaftliche Provenienzdossiers, rekonstruiert Sammlungen und forscht zum Verbleib von Kunst- und Kulturgütern. Mit einem Hintergrund in Kunstgeschichte und Museologie sammelte sie internationale Erfahrungen durch Praktika in Florenz (KHI in Florenz, Galleria degli Uffizi) und konzentriert sich auf europäische Kunst des 14. bis 17. Jahrhunderts, sowie historische Fotografie, insbesondere im Kontext von NS-verfolgungsbedingter Entziehung von Kunstgütern.
Promotionsvorhaben
Abstract
Die Dissertation untersucht die Enteignung von Kunstwerken der flämischen Vormoderne durch das NS-Regime anhand des Falls des Kunsthändlers Samuel Hartveld aus Antwerpen und legt dabei besonderes Augenmerk auf das Wiederauffinden der 66 verschollenen Gemälde. Im Zentrum steht die methodische Vorgehensweise der Provenienzforschung: Durch akribische Archivrecherchen, vergleichende Quellenanalysen und interdisziplinäre Ansätze wird die komplexe Verflechtung von Raub, Kunstmarkt und Wissenschat beleuchtet. Ziel ist es, neue Erkenntnisse zur Herkunft der Werke zu gewinnen und zur Aufarbeitung von NS-Unrecht im Kunstkontext beizutragen.
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The dissertation examines the expropriation of Flemish premodern art by the Nazi regime, using the case of the art dealer Samuel Hartveld from Antwerp, and focuses on the recovery of the 66 missing paintings. The focus is on the methodical approach of provenance research: through meticulous archival research, comparative source analysis and interdisciplinary approaches, the complex interweaving of looting, the art market and academia is illuminated. The aim is to gain new insights into the origin of the works and to contribute to the reappraisal of Nazi injustice in the art context.