Aldir Polymeris. Zwischen Stimme und Schrift. Schreiben als affektive und didaktische Praxis
Inhalt
Kurzvita
Aldir Polymeris (er/ihm/they/them) ist Künstler, Kunstvermittler und Forscher. Er arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Zürcher Hochschule der Künste im Forschungs- und Entwicklungsprojekt collaeb.org. In seiner künstlerischen, vermittlerischen und wissenschaftlichen Praxis beschäftigt er sich mit institutionellen Erfahrungen, Stimme, Schrift, Mehrstimmigkeit, Vermittlung und situiertem Wissen. Zu seinen künstlerischen Projekten zählen Wallmapu ex situ (2020–2023), ein kollaboratives Forschungsprojekt zu postkolonialen Verflechtungen zwischen der Schweiz und einem indigenen Territorium in Chile, sowie das Lehrformat Moment Mal! an der ZHdK. Sein Promotionsvorhaben Zwischen Stimme und Schrift. Schreiben als affektive und didaktische Praxis untersucht Schreiben, Stimme und Vermittlung als Formen kunstpädagogischer Erkenntnis.
Promotionsvorhaben
Abstract
Das Promotionsprojekt Zwischen Stimme und Schrift. Schreiben als affektive und didaktische Praxis untersucht Schreiben, Stimme und Vermittlung als miteinander verbundene Formen kunstpädagogischer Erkenntnis. Ausgangspunkt sind die Kalenderwochen, ein Textkorpues, der 2025 während meiner Anstellung an einer Kunsthochschule entstanden ist und institutionelle Erfahrungen, Gespräche, Räume, Körperzustände und Atmosphären verdichten. Das Vorhaben fragt, wie dieses situierte Schreiben durch Remediation und Elicitation in vermittlerische Situationen überführt werden kann, in denen Schrift erneut zu Stimme, Körper, Raum und Handlung wird. Ausgewählte Texte werden in kleinen Gruppen laut gesprochen, individuell notiert, gemeinsam an einer Wand weiterbearbeitet und durch nachträgliche Sprachnachrichten ergänzt. Analysiert werden Texte, Notationen, Wandspuren, Beobachtungen und Stimmen. Ziel ist es, institutionelle Erfahrung artikulierbar, teilbar und methodologisch reflektierbar zu machen.
The doctoral project Between Voice and Writing: Writing as an Affective and Didactic Practice investigates writing, voice, and mediation as interconnected forms of knowledge production in art education. Its starting point are the Kalenderwochen, a corpus of texts written in 2025 during my employment at an art university, which condense institutional experiences, conversations, spaces, bodily states, and atmospheres. The project asks how this situated writing can be transferred, through remediation and elicitation, into mediated situations in which writing becomes voice, body, space, and action once again. Selected texts are read aloud in small groups, individually notated, collectively developed further on a wall, and complemented by subsequent voice messages. The analysis focuses on texts, notations, traces on the wall, observations, and voices. The aim is to make institutional experience articulable, shareable, and methodologically reflectable.
Betreuung
Zweitbetreuerin: Prof. Dr. phil. Miriam Schmidt-Wetzel (ZHdK)