Jérôme Zgraggen. Entwerfen als Kulturtechnik (in) der Bildung
Inhalt
Kurzvita
Jérôme Zgraggen arbeitet seit 2008 als Dozent für Gestaltung (bildnerisch, technisch und digital) an der Pädagogischen Hochschule St.Gallen (PHSG). Seit 2017 ist er in der Redaktion der Fachzeitschrift Werkspuren, seit 2020 in der Redaktionsleitung. Seit 2023 leitet er den Bereich Forschung und Entwicklung im damals gegründeten Institut Kulturelle und Ästhetische Bildung der PHSG. Ebenfalls seit 2023 ist er Mitglied der Arbeitsgruppe collaeb.org.
Er hat 2008 den letzten Diplomstudiengang für Lehrberufe Gestaltung und Kunst an der ZHdK absolviert und 2012 den M.A. Educational Media an der Universität Duisburg-Essen abgeschlossen.
Seine Schwerpunkte sind die Designpädagogik und digitale Gestaltung, wobei er sich vor allem für den Aspekt des Entwerfens interessiert. Mit Regula Pöhl entwickelte er an der PHSG das Instrument „Forschend Lernen und Gestalten (FLuG)“ und verfolgt das Thema seit 2025 auch im Rahmen seiner Dissertation.
Publikationen
2026
Zgraggen, J., Duss, M., Garzi, M., & Buchner, J. (2026). „Kulturelle Bildung im Metaverse. Mitgestaltung der digital-immersiven Welt“. MedienPädagogik: Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung, 68, 281–302. doi.org/10.21240/mpaed/68/2026.01.31.X
2025
Pöhl, R., & Zgraggen, J. (2025). „Ins Ungewisse. Entwerfen als transformative Strategie“. KULTURELLE BILDUNG ONLINE. doi.org/10.25529/HY1S-MJ92
2024
Zgraggen, J. (2024). „Eine forschende Haltung als Weg zur Professionalisierung im TTG“. Journal de recherche en éducations artistiques (JREA), (3), 90–102. doi.org/10.26034/vd.jrea.2024.5078
Pöhl, R., & Zgraggen, J. (2024). „Entwerfen als transformative Strategie“. Werkspuren, 4/2024(176), 30–33.
Promotionsvorhaben
Abstract
Die Arbeit fragt, wie Entwerfen als Kulturtechnik rekonstruiert werden kann, ohne Offenheit, Situiertheit und Relationalität in Ziel-, Subjekt- oder Kompetenzlogiken zu verkürzen. Dazu werden zunächst zentrale Stabilisierungsweisen des Entwurfsdiskurses analysiert. Diese Stabilisierungsweisen werden problematisiert und relational rekonstruiert. Der so entwickelte Entwurfsbegriff wird bildungstheoretisch reflektiert und situiert.
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The dissertation examines designing as a practice of dealing with uncertainty that has so far remained underdetermined in educational theory. It starts from the observation that the concept of designing is often presupposed in educational discourses without being sufficiently reflected upon or without its educational significance being adequately clarified. Drawing on educational complexity research, Bildung is understood as an open process that cannot be fully controlled.
The dissertation asks how designing can be reconstructed as a cultural technique without reducing openness, situatedness, and relationality to logics of goals, subjects, or competences. To this end, it first analyses central modes of stabilization within design discourse. These modes of stabilization are then problematized and relationally reconstructed. The concept of designing developed in this way is subsequently reflected upon and situated within educational theory.
Betreuung
Zweitbetreuerin: Prof. Dr. Miriam Schmidt-Wetzel