Weißenhof-Institut
Inhalt
Das Weißenhof-Institut ist eine interdisziplinäre Plattform an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Als eigenständiges Institut baut es eine Brücke zwischen gestalterischer, künstlerischer und wissenschaftlicher Praxis. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit fördert die Auseinandersetzung über aktuelle Themen, die in Form von Symposien, Workshops und Publikationen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Publikationsorgan des Weißenhof-Instituts ist die „Schriftenreihe zur Architektur- und Designtheorie“, die im Transcript-Verlag erscheint.
Schriftenreihe des Weißenhof-Instituts
Herausgegeben von 2020 bis 2024 von Daniel M. Feige und Tobias Wallisser, ab 2025 von Daniel M. Feige und Ole W. Fischer
Obwohl Design heute alle Bereiche unseres Lebens prägt, ist das Thema in der Philosophie bislang eher stiefmütterlich behandelt worden. Dieser Band möchte die Debatte um die Relevanz und den Sinn von Design innerhalb wie außerhalb der Philosophie befördern.
Die pointierten und meinungsfreudigen Beiträge von knapp 20 namhaften Philosoph*innen stecken das Diskursfeld einer philosophischen Designtheorie neu ab – eine Tour d’Horizon und schon jetzt ein Standardwerk.
Die ästhetische Tradition im Gefolge der Moderne hat die Architektur als randständiges Phänomen behandelt. Eine am Paradigma autonomer Kunst oder an einer kontemplativ verstandenen Theorie ästhetischer Erfahrung orientierte Ästhetik wusste mit der immer auch auf Zwecke bezogenen Architektur nicht immer viel anzufangen. Kants Diktum des interesselosen Wohlgefallens legt davon ebenso Zeugnis ab wie Hegels Verortung der Architektur an der Grenze der Kunst.
Die Beiträge des Bandes einschlägiger Expert*innen thematisieren die Frage, was es für die Grundbegriffe der Ästhetik heißen würde, sie ausgehend von der Architektur und damit einer immer auch funktionalen Kunst neu zu denken: Bedürfen Begriffe wie Kunst, Sinnlichkeit, Urteil und Erfahrung einer Reformulierung, um den ästhetischen Eigenarten der Architektur angemessen Rechnung zu tragen?
Symposien
Architektur / Design / Digitalisierung
Dezember 2023
Die digitale Transformation der Gesellschaft bestimmt zunehmend neu, was wir unter Kommunikation, Gegenständlichkeit und Zusammenleben verstehen. Sie hat schon jetzt – von AR-Lösungen über digitales Entwerfen bis zum Gebrauch von Künstlicher Intelligenz – auch im Kontext der Praktiken von Architektur und Design unüberschaubare Auswirkungen. Dieser Wandel wird aus theoretischer Perspektive im Rahmen des Symposiums ausgelotet. Neben ontologischen und ästhetischen Fragen werden stehen politische und soziale Fragen im Zentrum.
Mit Vorträgen von Florian Arnold, Huyn Kang Kim, Ole W. Fischer, Lidia Gasperoni, Judith Siegmund, Jan Willmann und Georg Vrachliotis.
Das Alphabet der Digitalisierung
Dezember 2024
Podiumsdiskussion zum Buch „Digitalität von A bis Z“. Von A wie Algorithmus bis Z wie Zukunft: Die Beiträge einschlägiger Wissenschaftler*innen erschließen eine große Vielfalt von Facetten der Digitalisierung. Sie bieten neben einer kompakten Einführung des jeweiligen Begriffs einen Überblick über zentrale Debatten und Gegenstandsbereiche sowie eine Auswahlbibliographie für die weiterführende Lektüre. Damit eignet sich dieses ABC nicht nur für ein akademisches Publikum, sondern stellt für alle am Thema Interessierten ein verlässliches Kompendium zur Theorie und Geschichte der Digitalisierung dar.
Podiumsdiskussion mit Florian Arnold, Veronika Aumann, Johannes C. Bernhardt, Daniel M. Feige, Michael Lüthy, Ulrike Myrzik und Christian Schröter.
Games und Gamification. Book Release und Tagung
Dezember 2025
,Gamification‘ bezeichnet die zunehmende Durchdringung aller gesellschaftlichen Zusammenhänge durch Infrastrukturen und Formen und vor allem Belohnungssysteme, die dem Bereich des Spiels und vor allem des digitalen Spiels entstammen. Die Vorträge des Symposiums widmen sich diesem Phänomen und gehen seiner zunehmenden gesellschaftlichen Relevanz in kritischer wie konstruktiver Weise nach. Das Symposium ist verbunden mit einer Podiumsdiskussion zum digitalen Spiel anlässlich des von Feige und Inderst jüngst veröffentlichten Handbuch zu 50 zentralen digitalen Spielen.
Mit Vorträgen von Florian Arnold, Thomas Arnold, Dîlan Canan Çakir, Daniel M. Feige, Rudolf T. Inderst und Maria Schwartz.
Weißenhof-Lectures
Klaus Vieweg: Hegels Ästhetik der Malerei und die niederländische Malerei des goldenen Zeitalters
Wintersemester 2025/26
In Kooperation mit dem Hegel-Haus Stuttgart wird Herr Prof. Dr. Klaus Vieweg zum Thema „Hegels Ästhetik der Malerei und die niederländische Malerei des goldenen Zeitalters“ sprechen. Klaus Vieweg lehrt als Apl. Prof. an der Universität Jena am Institut für Philosophie und gehört zu den führenden Hegel-Forschern der Gegenwart. Zum Hegeljubiläum hat er die vielbeachtete Hegel-Biographie im Beck-Verlag vorgelegt. Der Vortrag nimmt seinen Ausgang von seinem aktuellen Buch zu Hegels Ästhetik der Malerei, das dieses Jahr im Meiner-Verlag erschienen ist.
Christiane Voss
Sommersemester 2026
in Vorbereitung