„Garden“: Meisterschüler Georg Lutz stellt aus
Kunstausstellung der Gedenkstätte Buchenwald, 99427 Weimar
Eröffnung: Freitag, 20. Juni 2025, 16:30 Uhr
Laufzeit: 21.06.–01.09.2025
Öffnungszeiten: Di–So 9–18:20 Uhr
Das künstlerische Projekt „Garden“ von Georg Lutz, Meisterschüler im Weißenhof-Programm der Bildenden Kunst (Jahrgang 2015) der ABK Stuttgart, erkundet die Entstehung und Verbreitung rechter Ideologie ausgehend vom Bild eines vergifteten und wuchernden Gartens. Die unmittelbaren Auswirkungen des Nationalsozialismus auf die Natur sowie deren Instrumentalisierung zur Tarnung von Verbrechen werden dabei ebenso thematisiert, wie Erinnerungen an frühere und gegenwärtige rechte Gewalt. Dabei stehen erinnerungskulturelle Praktiken gleichwertig neben weitgehend unkenntlich gemachten, nahezu vergessenen Orten und Artefakten, die zu verstehen ein geradezu forensisches Vorgehen erfordert.
Untersucht werden unter anderem pflanzliche Tarntechniken, mit denen die Nationalsozialisten die Vernichtung der europäischen Juden zu vertuschen suchten, historische Fotografien und ihre landschaftlichen Entstehungsorte, die Existenz, aber auch die Vernichtung von Gedenkbäumen sowie heute noch existierende Tiere und Pflanzen, die einerseits als stumme Zeugen, andererseits aber auch als reale Biofakte des NS-Regimes gelesen werden können. Damit machen diese bemerkenswerten Arbeiten die fortwährenden Folgen des Nationalsozialismus deutlich und verweisen auf die Auseinandersetzung mit Ideologie, Verbrechen und Tatorten – die angesichts aktueller Entwicklungen und rechtsextremer Bedrohungen umso notwendiger erscheint.
Weitere Informationen unter buchenwald.de