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„Ermöglichungsarchitektur“ ist eine Architektur, die Situationen für räumliche Veränderungsprozesse schafft, Räume produziert, ständig neue Situationen herstellt, in Bewegung bleibt und zur Bewegung animiert. Diese Architektur ist weniger auf das Objekt fixiert, sondern bezieht sich mehr auf performativ-organisationale Prozesse. Die dabei entstehende Gestalt und Bedeutung der Objekte ist Ergebnis eines sozialen Prozesses, der angeregt aber nicht vorherbestimmt werden kann. Die „Ermöglichungsarchitektur“ folgt keinen formalen Gesetzmäßigkeiten, sondern entsteht aus einem, auf Erfahrung und spezifischen Regelwerk beruhendem, situationsspezifischen Handlungsrepertoire.
Hochkarätige nationale und internationale Referent/innen präsentieren im Rahmen der diesjährigen Jour fixe-Reihe „Ermöglichungsarchitektur“ ihre Ideen aus unterschiedlichen Perspektiven. Dabei sind die Blickwinkel so unterschiedlich wie die Referent/innen, die beim Jour-fixe auf der Bühne stehen. Sie werden Zukunftsfragen stellen, Einblicke in neue Konzepte und Innovationen geben oder auch ganz persönliche Erlebnisse teilen.
Andreas Rumpfhuber ist Architekt und Architekturtheoretiker/Expanded Design, Wien, und lehrt derzeit als Professor i.V. in der Klasse für Entwerfen Architektur und Stadt im Studiengang Architektur der ABK Stuttgart. 
Andreas Rumpfhuber hinterfragt in seinem Vortrag zum Thema „Ermöglichungsarchitektur“ die Einflüsse der Architekturpraxis in gesellschaftliche Prozesse. Die Architektur wird dabei als eine politische Praxis verstanden, die schon immer an ökonomische Diskurse, denen sie nicht entfliehen kann, angebunden ist, und somit doppelt affirmiert werden muss. So plädiert Rumpfhuber als Theoretiker und Architekt nicht für simple Problemlösungen, sondern für ein Zirkulieren rund um die Symptome unserer Zeit.
Inhalte seines Vortrags sind die Analyse zu Aspekten der Veränderung der Ökonomie seit dem Zweiten Weltkrieg in Europa (Immaterielle Arbeit, Konzept der Knappheit und Austerität) und die Vorstellung architektonischer Strategien innerhalb dieser sozialen, gesellschaftlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen anhand von konkreten Beispielen aus dem Büro.
Architekturstudium an der TU Graz, Bartlett School of Architecture (London), SCI ARC (Los Angeles). Dissertationsstipendium der königlichen Akademie der Künste in Kopenhagen, Mitglied des Dissertationskolloquiums an Centre for Research Architecture, Goldsmiths College London, Promotion über die Architektur der immateriellen Arbeit (2009). 2011 Gründung von Expanded Design in Wien.
Konzeption:
Sebastian Klawiter, Nicolas Gomez Herrera, Martin Klinger, Deborah Kunz, Hanna Noller und Pia Phanaphet
Jour fixe-Team:
Prof. Mark Blaschitz, AM Katharina Köglberger
Prof. Tobias Wallisser, AM Sebastian Schott
www.architektur.abk-stuttgart.de
jourfixe@abk-stuttgart.de
(0711) 28440-203

Mit freundlicher Unterstützung von DLW Flooring GmbH, FSB – Franz Schneider Brakel GmbH + Co KG, InformationsZentrum Beton, Nimbus Group GmbH und der Architektenkammer Baden-Württemberg

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