„…künstlerisches Können, Geschmack und Technik.“ Unterricht und Lehrmittel an der Württ. Staatl. Kunstgewerbeschule
Staatliche Akademie der Bildenden Künste: Campus Weißenhof, Altbau, 2. OG
Ab 1913 wurden unter der Gesamtleitung von Bernhard Pankok (1872–1943) die Lehr- und Versuchswerkstätte mit der Kunstgewerbeschule am Weißenhof vereinigt. Laut ihrer Verfassung aus dem Jahr 1914 hatte sie die Aufgabe, „…mit dem Ziele zu unterrichten, daß sie den Anforderungen der Kunstindustrie und des Kunsthandwerks an künstlerischem Können, Geschmack und Technik genüge(n).“ Die Institution avancierte zu einer der bedeutenden künstlerischen Reformschulen in Deutschland. In der neuorgansierten Württembergischen Staatlichen Kunstgewerbeschule hob Pankok noch vor dem Bauhaus die Bedeutung der Werkstattausbildung an Kunstschulen hervor.
Grund dafür war, dass die Schüler*innen selten eine umfassende handwerkliche Vorbildung mitbrachten. Durch das Einrichten von Handwerkerklassen an der Kunstgewerbeschule wurde diese Lücke ausgefüllt. Diese zukunftsweisende Ausbildung wird anhand von Lehr- und Unterrichtsmitteln sowie Beispielen aus der Praxis rekonstruiert.
Die Ausstellung zeigt erste Ergebnisse der Beteiligung der Kunstsammlung und des Archivs der ABK an dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanzierten Forschungsnetzwerk „Pioniere der Designausbildung. Neue Perspektiven auf die deutschen Kunstgewerbeschulen vor dem Bauhaus“.