Zum Inhalt springen

Eröffnung: Dienstag, 20. Januar 2026, 18:30 Uhr
Laufzeit: 21.01.–08.05.2026
Öffnungszeiten: Mo–Do 10–17 Uhr (Vorlesungszeit), Mo–Do 11–15 Uhr (Vorlesungsfreie Zeit)

Es stellen aus:
Paul Cortot, Marie Theresa Engelhardt, Jiyoung Jeon, Rebecca Hochgesand, Tania Koupantseli, Romy Kolich, Eunchae Kim, Gyu Kim, Paula Landa Hartasanchez, Georg Maske, Sofia Mobilia, Alicia Oppermann, Helene Schüle, Eunji Sẹo

Auf Einladung von Prof. Dr. Katrin Ströbel (Freie Grafik) gab die in Paris lebende Künstlerin Valentine Gardiennet (*1997 in Dijon) in diesem Semester einen Workshop zum subversiven Potenzial von Fanzines. Die von den Studierenden entwickelten Fanzines werden nun im Rahmen der Ausstellung „MY HEAD IS A BOX“ in der Bibliothek der ABK Stuttgart präsentiert.

Der Ausstellungstitel nimmt Bezug auf den Titel eines Werks der amerikanischen Künstlerin Amy Sillman, deren Fanzines ein wichtiger Ausgangspunkt für das gemeinsame Arbeiten waren. Während Sillmans Werk vor allem für ihre engagierten, feministischen und prozessbasierten Malereien bekannt ist, stand im Workshop ihre Fanzine- und Zeichenpraxis im Vordergrund.

Wie Sillman nutzten auch die Studierenden Humor, visuelle Schlagfertigkeit und den Blick auf die Absurditäten ihres (künstlerischen) Alltags in ihren Fanzines. Fanzines werden so zu einer Erweiterung ihres visuellen Denkens – ein Raum für Improvisation, Reflexion und Freiheit. Sie brechen Hierarchien von „High Art“ und „Low Art“ auf, verschieben Wertigkeiten zwischen dem, was scheinbar wichtig und künstlerisch relevant ist, und dem, was in Schubladen und Notizblöcken versteckt bleibt.

„Als Studentin half mir das Machen von Fanzines, kreativ zu überleben – sie boten eine schnelle, kollektive und befreiende Möglichkeit, Ideen auszudrücken. Diese ephemeren Objekte hielten meine ungefilterten Gedanken fest und eröffneten mir neue Perspektiven auf meine umfassendere künstlerische Praxis.“ – Valentine Gardiennet

Ergänzend zu den aktuellen Zines der ABK-Studierenden werden in einer Vitrine ausgewählte historische Zines aus den 1960er- bis 1980er-Jahren aus der Siebdruckwerkstatt der Fachgruppe Kunst gezeigt. Dort befindet sich eine Sammlung von Zines, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, sondern vielmehr die DIY-Kultur sichtbar machen und das künstlerische Potenzial dieser Publikationen hervorheben möchte. Nach Absprache mit KTL Daniel Mijić, können die Zines in der Werkstatt eingesehen und gelesen werden.

Ein besonderer Dank gilt Markus Bella für die Bereitstellung eines großen Teils der Sammlung.

In Kalender eintragen