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Wer führen will, muss (zu-)hören. Und wer gestalten will, muss mit-, vor- und nachdenken. Ob Plakat oder Broschüre, Kultur oder Küchen, in der Lehre oder in seinem Büro für visuelle Gestaltung – wenn Gerwin Schmidt sich einer Aufgabe annimmt, geht es nicht um Selbstverwirklichung. Vielmehr sieht er sich als „Gebrauchsgrafiker“. Klingt unromantisch – ausgezeichnet sind seine Arbeiten (und die seiner Schüler) dennoch. Oder gerade deswegen?
Letztlich geht es dabei immer um Kommunikation. Sie zu gestalten ist eben nicht nur eine Frage des Designs, sondern auch eine Frage des Dialogs. Mit Kunden vom Münchner DOK.fest bis Gaggenau genauso wie mit Schmidts studierenden an der ABK Stuttgart. Gestaltungsspielräume wachsen aus Vertrauen. Auf dieser Basis lassen sich vorgegebene Vorstellungen geschmeidig mit eigenen Ideen verbinden, entsteht die Möglichkeit, eine persönliche Reflexions- oder Kommentarebene einzuziehen. Dieser Form der (Beg)Leitung wohnt die Führung inne – eben nur in einer offeneren, interessierten, emphatischen Interpretation, die sich dem Gegenüber nicht überstülpen mag. Wie Gerwin Schmidt diese „dienstleistende Freiheit“ in seinem Alltag umsetzt, was er den Kommunikationsdesignern von morgen mitgibt und warum Design trotzdem auch immer aus der Weltanschauung des Einzelnen entsteht, verrät er in seinem Vortrag. Einfach mal zuhören.
Der Vortrag von Gerwin Schmidt, lehrt als Professor für Kommunikationsdesignan der ABK Stuttgart, findet im Rahmen der Vortragsreihe „Landschaft mit Flattersatz“ der Typographischen Gesellschaft München statt.

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