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Melanie Mohren und Bernhard Herbordt werden am zweiten Abend der seit dem vergangenen Semester von Akademie-Studierenden organisierten Veranstaltungsreihe „307B“ mit einem Vortrag und anschließender Diskussion ihr Projekt „Die Institution“ vorstellen. 
  
„Die Institution“ ist ein fiktiver Arbeitszusammenhang und eine inszenierte Institution zugleich, die sich 2013 erstmals in einer elftägigen Durational Performance präsentierte. Während täglicher Öffnungszeiten konnten sich die Besucher/innen in individuellen Theatervorstellungen durch die wachsende Installation leiten lassen, sich in alltäglichen Feiern lokaler wie globaler Nachbarschaften wiederfinden, im Archiv Spuren der fiktiven Institution folgen oder sich selbst in deren temporäre Geschichte einschreiben. Für elf Tage war „Die Institution“ Ausstellung, aber eben auch Theater, Labor, Lebens- und Arbeitsraum, samt Gästezimmer, großem Ess- und Versammlungstisch, Garten und Archiv.
„Die Institution“ befragt die Produktionsbedingungen von Kunst, diskutiert unterschiedliche Praktiken der Institutionalisierung und die Möglichkeiten, sich in der Welt, die uns umgibt, einzurichten, in ihr zusammenzuleben und  zusammen zu arbeiten. So ist „Die Institution“ (2013) auch nur der zweite Teil einer komplexeren Kunstanlage: Unter dem Label „Die Institution“ präsentierte sich in mehreren Städten „Die Aufführung“ (2013) und „Das Publikum“ (2015); aktuell ist „Das Theater“ noch bis Sommer 2016 in Michelbach an der Lücke zu erleben; als textliches Sprungbrett beziehen sich alle Einzeletappen auf den ersten Teil der Reihe: „Das Stueck“ (2012). In ihrem Vortrag berichten Herbordt/Mohren aus dem Arbeitsprozess der Reihe, Text-, Ton-, Foto- und Videobeispiele werden gezeigt. 
Melanie Mohren (*1979) und Bernhard Herbordt (*1978) sind Absolvent/innen des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und realisieren seit 2000 gemeinsam interdisziplinäre Arbeiten im Grenzbereich der Darstellenden Künste. Herbordt/Mohren waren unter anderem Stipendiat/innen der Akademie Schloss Solitude und sind seit 2011 Künstlermitglied der Jungen Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. Seit 2012 arbeiten Herbordt/Mohren in unterschiedlichen Formaten und Medien zu Institutionen sowie ihren Aktualisierungen. Im Alexander Verlag Berlin ist 2015 die Publikation „Vorgestellte Institutionen – Performing Institutions “ erschienen. 
www.die-institution.org
Es gibt Suppe. 


Konzeption: Christine Koschel, Lukas Ludwig, Johanna Markert, Jochen Wagner, Michael Schramm (Studiengang Bildende Kunst)

Das Projekt wird unterstützt durch den AStA, den Verein der Freunde der Akademie Stuttgart e.V. und die LBBW.

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