Ann-Josephin Dietz mit dem Peter-Hans-Hofschneider Preis ausgezeichnet
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Ann-Josephin Dietz, Alumna und künstlerisch-technische Lehrerin in Teilzeitvertretung für Fotografische Medien an der ABK Stuttgart, ist mit dem Peter-Hans-Hofschneider Preis 2026 ausgezeichnet worden.
In Ihrer künstlerischen Praxis verbindet Ann-Josephin Dietz Performance, Fotografie und Installation. Im Spannungsfeld zwischen digitalen und analogen Erfahrungswelten untersucht sie gesellschaftliche Verhaltensmuster, geschlechterkonnotierte Zuschreibungen, strukturelle Ungleichheiten sowie den Einfluss medialer Bilder auf die Wahrnehmung von Wirklichkeit.
Die Jury würdigt die Künstlerin für die inhaltliche Stärke ihrer Arbeit und ihre überzeugende künstlerische Auseinandersetzung mit den Themen Mutterschaft und Fürsorge als soziale Praxis. Anstatt bestehende Narrative zu reproduzieren, entwickelt sie eigenständige, neu gedachte Konzepte, die gesellschaftlich relevante Fragestellungen verhandeln. Zugleich ist eine bemerkenswerte künstlerische Entwicklung erkennbar, deren weiteres Potenzial durch die Auszeichnung nachhaltig gefördert und gestärkt werden kann. Der dreiköpfigen Jury gehörten an: Prof. Dr. Cristina Gómez Barrio (ABK Stuttgart), Dr. Susanne Kaufmann-Valet (Kuratorin Staatsgalerie Stuttgart) und Simon Pfeffel (Künstler).
Der Peter-Hans-Hofschneider Preis wurde als „Starthilfe“ für junge Künstler*innen mit einem Bezug zur Stadt Stuttgart konzipiert. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis enthält zusätzlich ein künstlerisches Projekt in den Räumlichkeiten der Kunststiftung Baden-Württemberg sowie eine Publikation. Basierend auf einer Zustiftung aus dem Nachlass des renommierten Biochemikers Peter Hans Hofschneider wurde dieser Nachwuchsförderpreis 2008 ins Leben gerufen.
Ann-Josephin Dietz (*1991) lebt und arbeitet in Stuttgart. Sie studierte an der ABK Stuttgart bei Prof. Ricarda Roggan sowie am Edinburgh College of Art. Sie stellte ihre fotografischen und filmischen Arbeiten u.a. in der Kunsthalle Recklinghausen, im Kunstmuseum Karlsruhe und im Museum Folkwang in Essen aus. Ihre Performances entwickelt sie unter Einbeziehung des Raumes und des Publikums und präsentierte diese u.a. in der Staatsgalerie Stuttgart, dem Kunstverein Pforzheim sowie in der Minshar Gallery, Tel Aviv, Israel. Sie erhielt internationale Projekt- und Residenzstipendien wie an der Cité Internationale des Arts, Paris oder bei VIAFARINI in Mailand.