Call for Contributions für das Symposium „Praktiken der Kooperation“
Inhalt
„Kooperation“ und „Zusammenarbeit“ gelten heute vielerorts als zentrale Werte und prägen nicht zuletzt die künstlerische und akademische Praxis. Gleichzeitig sind viele Ausbildungs- und Institutionsstrukturen weiterhin stark auf individuelle Leistung, Konkurrenz und klare Zuständigkeiten ausgerichtet.
Gerade im Digitalen zeigt sich dieser Widerspruch besonders deutlich, denn digitale Kooperation wird oft auf die Verwendung von digitalen Tools und Apps reduziert. Gerade in inter- und transdisziplinären Kontexten bedeutet sie jedoch auch, gemeinsame Prozesse auszuhandeln, Werkzeuge kritisch zu hinterfragen, Wissen miteinander zu teilen, Unsicherheiten auszuhalten und neue Formen des Zusammenarbeitens zu erlernen.
Im Rahmen des Symposiums „Praktiken der Kooperation“ sollen Kooperation und Kollaboration an Kunsthochschulen genauer untersucht, Herausforderungen identifiziert und zugleich neue Formen der digitalen Zusammenarbeit erprobt werden. Das Symposium versteht sich als Arbeitskonferenz im Sinne eines Raums zum gemeinsamen Denken, Testen, Ver- und Erlernen, Dokumentieren und Weiterentwickeln. Es ist ein Ort, an dem Formate, Fragestellungen und Formen der Zusammenarbeit entstehen – praktisch, kritisch, künstlerisch, technisch, pädagogisch, aktivistisch oder institutionell.
Wer mit einem Impuls zu dem Symposium beitragen möchte, ist eingeladen eine Ideenskizze zusammen mit einer Kurzvita bzw. Kurzvorstellung der beteiligten Personen (z.B. als Abstract, Skizze, Ton- oder Bilddatei, Links oder in anderer Form) an symposium@atelier-dsk.org zu senden.
Detaillierte Infos zur Ausschreibung unter atelier-dsk.org
Einreichungsfrist: 30. Juni 2026
Das Symposium findet vom 4. bis 6. November 2026 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe statt.
Kontakt
Atelier Digitale Souveränität
symposium@atelier-dsk.org
atelier-dsk.org
Über das Verbundprojekt
Das Verbundprojekt „Digitale Souveränität für Kunsthochschulen“ der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe hat zum Ziel, digitale Lehr- und Arbeitsumgebungen an Kunsthochschulen so zu gestalten, dass künstlerische Praxis auch im Digitalen frei, experimentell und kritisch bleibt. Digitale Souveränität wird dabei nicht als individuelle Kontrolle von Technologie verstanden, sondern als kollektive kulturelle Praxis des gemeinsamen Lernens, des Teilens und der Weiterentwicklung von Wissen, Werkzeugen und Infrastrukturen.