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Studienarbeit

Aus dem Bestehenden, Whalebone, Yamo Aydemir

Ein dunkler Raum mit drei projizierten Bildern: eine Meereslandschaft, ein abstraktes kreisförmiges Lichtmuster und eine Nahaufnahme einer violetten Blume, die auf separaten Bildschirmen zu sehen sind.
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Yamo Aydemir, Aus dem Bestehenden, Ausstellungsansicht Diplom Prüfung, 2026
Ein schwach beleuchteter Raum mit einer großen, unscharfen Videoprojektion an der Wand, einem gelben Projektor im Vordergrund und einer Person, die neben einem kleinen beleuchteten Display steht.
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Yamo Aydemir, Aus dem Bestehenden, Ausstellungsansicht Diplom Prüfung, 2026

Aus dem Bestehenden ist eine Dreikanal-Videoinstallation, die drei Formen von Einfluss untersucht, die die eigene individuelle Wirklichkeit prägen.
Der erste Kanal trägt Spuren von Herkunft, familiärer Erzählung, Hoffnung und Erbe. Der zweite Kanal verweilt an der Schwelle zu einer bereits existierenden Wirklichkeit, bevor sie Teil der eigenen wird. Der dritte Kanal arbeitet mit öffentlich zugänglichem Open-Source-Material und richtet sich auf Bilder von außen, die noch nicht angekommen sind, aber bereits beginnen, die Wahrnehmung zu verschieben. Zwischen diesen drei Richtungen entsteht ein Raum, in dem Identität nicht als feste Form erscheint, sondern als etwas, das sich aus geerbten, zugelassenen und noch kommenden Einflüssen zusammensetzt.

In einem dunklen Raum zeigen drei rechteckige Bildschirme verschiedene Bilder: Meereswellen, eine Pflanze oder eine Wurzel und eine Person auf einer Wiese.
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Yamo Aydemir, Aus dem Bestehenden, Ausstellungsansicht Kunstbezirk, 2026

Die Zweikanal-Videoarbeit Whalebone zeigt zwei parallele Situationen: eine geologische Formation an der Küste Japans und ein verlassenes Haus. In der ruhigen, unbewegten Beobachtung werden Stein und Raum zu Trägern eines offenen Zustands, in dem Anwesenheit und Abwesenheit zugleich bestehen. Beide Projektionen entfalten innere Monologe über Erinnerung, Herkunft und Verlust. Der Stein trägt die Spur eines Körpers, der nicht mehr da ist, das Haus die Ordnung eines Lebens, das nicht zurückkehrt. Erst im Akt des Betrachtens verschiebt sich dieser Zustand und wird festgeschrieben. Die Arbeit öffnet einen utopischen Moment, der größer ist als seine Dauer.

An einer weißen Wand sind zwei Flachbildschirme nebeneinander angebracht, auf denen unterschiedliche Bilder zu sehen sind; die Kabel führen zu einer Steckdose darunter.
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Yamo Aydemir, Whalebone, Ausstellungsansicht Staatsgalerie, 2026