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In meinen Arbeiten stehen Erinnerungen und Emotionen im Mittelpunkt. Sie sind für mich keine festen Bilder, sondern organische Prozesse, die sich fortwährend verändern, Spuren hinterlassen und neue Verbindungen eingehen. Erfahrungen hinterlassen meist keine sichtbaren Spuren, prägen jedoch wesentlich unser Gefühl des Lebendig-Seins. Erinnerungen und Gefühle verschwinden nicht vollständig. Sie bleiben bestehen, lagern sich ab und verwandeln sich in neue Formen. Mich interessiert der Mensch nicht primär über äußerlich sichtbare Identitäten, sondern als ein Wesen, in dem sich Erinnerungen, Gefühle und Gedanken ansammeln und verändern.

Organe und Wurzeln, Blutgefäße und Landschaften werden als unterschiedliche Dinge wahrgenommen. Vergrößert oder isoliert betrachtet verlieren sie jedoch ihre klaren Grenzen und offenbaren überraschende formale Ähnlichkeiten. Die Formen auf meinen Malereien stellen keine bestimmten Organe oder Lebewesen dar. Sie erinnern an Organe, Wurzeln oder Zellstrukturen und erscheinen mitunter wie noch namenlose Lebensformen.

Auch mein Arbeitsprozess folgt diesem Prinzip der Transformation. Ich trage Acrylfarbe in zahlreichen Schichten auf, kratze sie wieder ab, erhitze sie, lasse sie aufbrechen oder sich aufblähen und überdecke sie erneut. Durch dieses wiederholte Aufbauen, Freilegen und Überlagern entstehen unerwartete Spuren und Formen. Die Bildoberfläche wird zu einer Art Haut, die ihre eigene Geschichte bewahrt. Im Zentrum meiner Arbeit steht die fortwährende Transformation von Erinnerungen und Emotionen – die Prozesse, durch die sich menschliche Erfahrung einschreibt, verändert und immer wieder neu hervortritt.

 

A–Z. Mapping the Future. ABK is a guest at the Staatsgalerie Stuttgart.

 

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