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Willkommen in Bad Cannstatt!

Diese Arbeit hat es sich zum Ziel gesetzt, strukturelle und teilweise unbewusste Verdrängungen, welche als Beiprodukt architektonischer und stadtentwicklerischer Maßnahmen auftreten und meist einen schleichenden Charakter besitzen, zu dokumentieren und sichtbar zu machen.

Hierfür nimmt diese Arbeit Sie mit nach Bad Cannstatt. Stuttgarts einwohnerreichstem Stadtbezirk, Industriezentrum der Landeshauptstadt und geprägt durch zahlreiche Migrationswellen.

In Bad Cannstatt hört man selten Deutsch. Hier spricht man türkisch, italienisch, griechisch, arabisch, bosnisch und kroatisch. Hier wohnen auch keine wohlhabenden Menschen. Hier wohnen Ausländer, Arme und Alte. Hier finden wir Sie. Die Geschichten der Verdrängung.

Inhalt dieser Arbeit sind vier Geschichten. Jede in sich selbst abgeschlossen, dokumentieren sie gemeinsam vier verschiedene Prozesse. Dem Wandel in der Cannstatter Altstadt und den damit verbundenen Geburtsschmerzen einer neuen Cannstatter Identität, dem Bemühen der öffentlichen Hand das Bahnhofsareal als Cannstatts Tor neu zu entwickeln, der Verdrängung von über 120 Geflüchteten für Stuttgarts zukunftsfähigstes Quartier und zuletzt der Privatisierung und Ausbeutung einer ehemaligen Arbeitersiedlung am Rande des Bezirks.

 

instagram.com/kerim.guenes

 

Zweisprachige Publikation (deutsch/türkisch), welche im Rahmen der Arbeit entstanden ist. Nun soll die Arbeit in einer Zwischennutzung in Bad Cannstatt selbst ausgestellt werden.