Zum Inhalt springen

„Prozesse“ ist eine Ausstellung, die den künstlerischen Weg als offenen, nicht abgeschlossenen Raum versteht. Die Ausstellung zeigt Zeichnungen und Papierarbeiten, die ineinandergreifen, sich überlagern und durch ihre Materialität neue Strukturen formen. Papier ist hier nicht bloßer Bildträger, sondern wird geschnitten, geformt und zum aktiven Teil der Komposition.

Die Arbeiten verhandeln das Verhältnis von Aufdecken und Verdecken, von Zartheit und Kraft, von Leichtigkeit und inhaltlicher Schwere.

Wiederkehrende Motive werden zu Fragmenten eines größeren Prozesses, der Fragen nach Identität, Bildung, Privilegien und gesellschaftlichen Strukturen aufwirft. Die Installation verbindet eine kollektive Hängung mit einer konzentrierten Serie von Zeichnungen sowie Schablonendrucken, die mit Transparenz und Durchlässigkeit spielen.

„Prozesse“ versteht sich als Einladung, den Blick auf das Werden, die Übergänge und Verknüpfungen zu richten. Kunst erscheint hier nicht als fertiges Objekt, sondern als Prozess, als Haltung, die Denken, Lernen, Wahrnehmen und Fühlen verbindet.

instagram.com/annika_sprenger