Vortrag von Kunsthistoriker Hubertus Butin: „Der Hamburger Sammler Max J. Emden, der Schweizer Waffenfabrikant Emil G. Bührle und die NS-Raubkunst im Kunsthaus Zürich“
Staatliche Akademie der Bildenden Künste: Campus Weißenhof, Neubau 1, Glaskasten und online
Der Kaufhauskönig Max Emden und der Rüstungsindustrielle Emil Bührle sind sich wohl nie begegnet und sind doch auf unselige Weise miteinander verbunden. Beide waren leidenschaftliche Kunstsammler, doch während Emden aufgrund seiner jüdischen Herkunft von den Nationalsozialisten verfolgt und enteignet wurde, kaufte Bührle wissentlich NS-Raubkunst und stieg mit seinem Konzern zum reichsten Schweizer seiner Zeit auf.
1941 erwarb Bührle aus der Sammlung Emden ein äußerst bedeutendes Gemälde von Claude Monet. Im Jahr 2021 gelangte dieses Bild aus der Stiftung Bührle in das Kunsthaus Zürich, obwohl es als Vermögensverlust infolge nationalsozialistischer Verfolgung einzustufen ist. Wie gehen die Stiftung und das Museum mit diesem Problem um, und lässt sich eine faire und gerechte Lösung finden?
Der Vortrag findet hybrid statt. Der Link zum Online-Zugang wird rechtzeitig bekannt gegeben.
Eine Veranstaltung des Institut für Konservierungswissenschaften der ABK Stuttgart.