Okupo, Janosch Müller
Inhalt
Im Rahmen der Auseinandersetzung mit Themen wie dem menschgemachten Umraum und Infrastrukturen entstanden mehrere Arbeiten und Werkgruppen.
Ein Schwerpunkt bildet die Werkgruppe „Okupo“. Außerdem werden die Arbeiten „Host“, „Profil“ und „Inspektor“ aufgeführt.
OKUPO untersucht Routinen und Zeichensysteme des öffentlichen Raums, indem vertraute Elemente wie Markierungen, Absperrungen oder technische Installationen minimal verschoben werden. Diese Eingriffe bleiben oft unauffällig, wirken zunächst plausibel und entfalten ihre Irritation erst im zweiten Blick: Funktionen laufen ins Leere, Verweise verlieren ihr Ziel, Ordnungen geraten ins Kippen. Statt offener Konfrontation operiert die Arbeit mit leisen Störungen innerhalb bestehender Strukturen und stellt infrage, wie selbstverständlich wir urbane Codes lesen. Die Eingriffe bewegen sich zwischen Anpassung und Bruch, sind häufig temporär und verändern sich durch Nutzung oder äußere Einflüsse. Ihre fotografische Dokumentation fungiert dabei nicht nur als Nachweis, sondern als eigenständige visuelle Ebene, die serielle Zusammenhänge sichtbar macht.
Zur Werkgruppe Okupo entstand eine Publikation in Kooperation mit Anne-Sophie Treiber (Kunsthistorikerin) sowie Sofiia Klymenko und Nick Liebig (KD).
Host erweitert diese Fragestellung in Richtung eines techno-organischen Bildes, in dem sich Kabelkanäle als Strukturen scheinbar eigendynamisch im Raum ausbreiten.
Bei Inspektor kartiert ein autonomer Roboter den Ausstellungsraum und dessen Veränderungen kontinuierlich.
Profil wiederum thematisiert Identität und Datenspuren durch die physische Tilgung persönlicher Informationen und deren Überführung in Druckgrafik.
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