PARASHADE, Florian Klein
Inhalt
Parashade ist ein im Maßstab 1:1 umgesetzter Prototyp für ein verfahrbares Verschattungssystem. Konzipiert wurde es für die, aufgrund der sommerlichen Überhitzung, bisher ungenutzten Dachterrasse der Hochschule.
Ausgemusterte Gleit- und Rettungsschirme aus dem Luftsport bilden die Ausgangsbasis. Da diese Schirme nach zehn Jahren ihren TÜV verlieren und dementsprechend nicht mehr für den Sport genutzt werden können, gibt es eine Unmenge an extrem leistungsstarken Textilien, die vermeintlich entsorgt werden. Es handelt sich hierbei um PA 6.6 (Nylon) Rip-Stop Gewebe. Diese hochwertigen, extrem leichten und reißfesten Textilien erhalten mit Parashade einen weiteren Lebenszyklus. Durch die Nachbearbeitung mit einer Silikon-Waschbenzin-Lösung konnten Brand und Witterungsschutz erhöht werden.
Das System ist zudem Verfahrbar ausgebildet, um bei Nichtnutzung in einer Garage vor Witterung geschützt zu werden. Parashade besteht aus 15 Modulen, die alle demselben Aufbau folgen. Die mittels Kappnähten gefügte Membran eines Moduls besteht aus drei gleichen Schnittmustern, die an ihrer Mittelachse gespiegelt werden. Somit ergibt sich eine doppelt gekrümmte Sattelfläche, die durch mechanische Vorspannung für hohe Windstabilität sorgt. Das einzelne Verschattungs-Modul hat die Maße 4 x 1 x 1m. Werden die 15 Module nun mit eigens entwickelten Klemmen aus ASA-Filament verbunden, verschatten sie insgesamt eine Fläche von rund 40 m², bei einem Gesamtgewicht von ca. 50 kg.