tremor, Lea Mina Rossatti
Inhalt
tremor besteht aus einer raumgreifenden Soundinstallation und einer Serie kleinformatiger Zeichnungen.
Die Arbeit ist ein Versuch, das Zittern und Beben der Welt greifbar zu machen. Das Zittern steht dabei für (körperliche) Symptome von Unausgesprochenem, Mangel an Mitgefühl, Zerstörung.
Das Zittern ist gleichzeitig ein leises Summen, beruhigend, sich sorgend, beständig, oft überhört.
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Die unscheinbare Bewegung des Zitterns ruhender Körper wird übersetzt auf fünf Stahlspiralen unterschiedlicher Längen. Die Klangskulpturen hängen vertikal im Raum und werden beschwert durch Körperschallwandler und unterschiedliche Steinreste. Mikrofone messen die Lautstärke im Raum, in Abhängigkeit zu diesem Wert verändert sich die Lautstärke der Loops tieffrequenter Stimmen, die auf den Körperschallwandlern laufen. Die Komposition der Stimmen bringt die Spiralen zum Vibrieren. Kaum wahrnehmbar zittert jeder Körper für sich, durch Überlagerung ergibt sich ein Chor, der im Raum spürbar wird. Organischer Sound wird zu Bewegung und haptisch.
Die Betrachtenden haben durch ihre Bewegungen im Raum direkten Einfluss auf die Installation und können durch Berührung in einen (körperlichen) Dialog mit den Skulpturen treten.
Die zarten Zeichnungen übersetzen die Thematik auf die Bildebene und zeigen menschliche Körper im Umgang mit Gefühlen der Schwere, Trauer, Ohnmacht durch ein empathisches Miteinander und Fürsorge.
Soundinstallation auf Stahlspiralen über Körperschallwandler/Bass-Shaker, Lautstärke des Sounds verändert sich analog zur gemessenen Lautstärke im Raum, die über Richtmikrofone abgenommen wird. Je ein Mikrofon steuert den Sound einer Spirale an.