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Da die Eduard-Mörike-Seniorenwohnanlage an der Karlshöhe den Vorgaben der Landesheimbauverordnung nicht mehr gerecht werden konnte, musste der Betrieb Ende 2016 eingestellt werden. Seither steht das Gebäude ungenutzt an dieser prominenten Lage und verkommt. Unser Entwurf strebt eine programmatische und architektonische Sanierung an, die aus dem Pflegeheim ein Generationenhaus und aus dem starren Betonraster ein flexibles Wohnquartier macht.

Hier werden die Selbstständigkeit der älteren BewohnerInnen, soziale Teilhabe an der Nachbarschaft, sowie der Stadt, und gegenseitige Unterstützung baulich und organisatorisch gefördert. Die Haushaltsstruktur richtet sich primär an ältere, auf Unterstützung angewiesene Menschen und wird durch Familien, Alleinerziehende, Alleinstehende, Studierende und Auszubildende ergänzt. Ein gemeinwohlorientierter Träger hilft bei der Organisation der Pflegeangebote und kuratiert das gesellschaftliche Zusammenleben, welches in zahlreichen quartiersöffentlichen Räumlichkeiten stattfindet. Diese Räume können jedoch nur dann gut funktionieren, wenn sie auch von der Bewohnerschaft selbst mitgestaltet werden können. Teilnahme und Teilhabe werden über einen Verein, der über das Gebäude verfügt, demokratisch gewährleistet. Das Wohnen im Generationenhaus soll – als Antwort auf die gegenwärtigen demografischen Entwicklungen – den Umzug in ein Pflegeheim verzögern und im Idealfall verhindern und gleichzeitig viel gesuchten, günstigen Wohnraum bieten.

Mitautor: Bastian Werner

 

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