Task Force Textiles

  • Info

    Die Task Force Textiles (TFT) ist eine Initiative des Studiengangs Textildesign. Sie ermöglicht und stärkt innovative gestalterische Entwicklungen im Textildesign und schafft Austausch zwischen akademischem, professionellem und textilinteressiertem Umfeld.

    Personen

    Prof.in Veronika Aumann
    AM Dorothee Silbermann
    AM Jennifer Keusgen

Die Task Force Textiles (TFT) ist eine Initiative des Studiengangs Textildesign mit dem Ziel, den funkelnden Bereich des Textildesigns mit seinen so zahlreichen wie vielfältigen textilen Erzeugnissen, Entstehungsprozessen und Akteur*innen zu stärken und sichtbarer zu machen.

Über die Task Force Textiles

Die Task Force Textiles (TFT) ist eine Initiative des Studiengangs Textildesign mit dem Ziel, den funkelnden Bereich des Textildesigns mit seinen so zahlreichen wie vielfältigen textilen Erzeugnissen, Entstehungsprozessen und AkteurInnen zu stärken und sichtbarer zu machen.
Gegliedert in die drei inhaltlichen Schwerpunkte Materialien, Technologien und Digital Crafts, die ein traditionelles Verständnis von Textilien zukunftsweisend erweitern, schafft die TFT Raum für eine innovative gestalterische Auseinandersetzung mit Textilen und ermöglicht eine direkte Teilhabe an zeitgenössischen textilen Arbeitsprozessen.

Im Rahmen der Task Force Textiles werden unter anderem drei herausragende TextildesignerInnen mit gut dotierten Arbeitsstipendien gefördert. Darüber hinaus sind drei externe ExpertInnen an die ABK Stuttgart geladen, um Studierenden die drei thematischen Schwerpunkte in Form von angewandten Workshops näher zu bringen und gemeinsam zu vertiefen. Des Weiteren werden verschiedene öffentlich zugängliche Formate wie Talks oder Studio Visits veranstaltet und nicht zuletzt eine Ausstellung konzipiert und ausgerichtet, in der Ergebnisse und Prozesse erfahrbar gemacht werden. Grundlegender Ansatz hierbei ist die lebendige Verknüpfung von professionellem, akademischem und öffentlichem textilinteressierten Umfeld.

Die Task Force Textiles ist gefördert durch den Innovationsfonds Kunst des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Außerdem wird die TFT großzügig unterstützt von der Peter Hahn GmbH und der Landesbank Baden-Württemberg LBBW.
Herzlichen Dank!

Schwerpunkte Materialien, Technologien und Digital Crafts

Die Task Force Textiles fokussiert mit den thematischen Schwerpunkten Materialien, Technologien und Digital Crafts drei stark ineinandergreifende Bereiche, die besondere Potentiale zur explorativen und nachhaltigen (Weiter-) Entwicklung von Textilien, textilen Artefakten und Fertigungsprozessen bieten. Die drei Themenbereiche sind bewusst nicht trennscharf voneinander abzugrenzen und drücken die schillernden Möglichkeiten aus, die in Textilien sowie deren Gestaltungsprozessen stecken.

Der Schwerpunkt Materialien umfasst die gestalterische Auseinandersetzung mit den unterschiedlichsten Ausgangsstoffen für Textilien ebenso wie mit Textilien als Materialien im Sinne von Halbzeugen. 

Der Schwerpunkt Technologien bezieht sich überwiegend auf die Integration, Anwendung und Gestaltung von (textil-)technologischen Aspekten in Textilien, deren Herstellungs- und Veredelungsprozessen.

Der Schwerpunkt Digital Crafts meint sowohl die zeitgenössische Auseinandersetzung mit klassisch textilen Handwerken als auch die Fertigung undGestaltung mit digitalen Mitteln und Werkzeugen.

Stipendien

Die Task Force Textiles (TFT) vergibt drei dreimonatige Arbeitsstipendien zu den Schwerpunkten Materialien, Technologien und Digital Crafts für Textildesigner*innen und Textilkünstler*innen. Die Förderung in Höhe von monatlich 1.650 Euro ermöglicht es drei Stipendiat*innen, frei an eigenständigen Projekten zu den genannten Themen zu arbeiten. Darüberhinaus schafft die TFT Möglichkeiten zum produktiven Austausch und zur repräsentativen öffentlichen Darstellung der Arbeiten und Entstehungsprozesse. Details zur Ausschreibung finden sich hier.

Bewerbungsschluss für die aktuellen Stipendien war im Juni 2021. Sobald eine neue Ausschreibung finanziert und ausgeschrieben ist, finden sich die Infos hier an dieser Stelle.

Im August 2021 starteten die ersten drei Stipendiatinnen der Task Force Textiles: Lauren Luckert da Costa Tavares (Schwerpunkt Materialien), Sarah Schrof (Schwerpunkt Technologien) und Anna Resei (Schwerpunkt Digital Crafts) – Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg!

Lauren Luckert da Costa Tavares (Materialien)

Lauren Luckert da Costa Tavares ist diplomierte Textildesignerin und beschäftigt sich überwiegend mit der Stricktechnik. Die Untersuchung und Ausreizung dieser textilen Konstruktionstechnik bezeichnen ihre textilen Arbeiten und spiegeln sich in ihrer gestalterischen Handschrift wieder. Verknüpft mit einer nachhaltigen Gestaltungsausrichtung sucht Luckert da Costa Tavares so nach progressiven Möglichkeiten zur Umsetzung von textilen Artefakten.

In ihrem Projekt Same same but different untersucht sie die Korrelation zwischen Ausgangsmaterial (Faser) und Konstruktionstechnik (Strick). Entstehen soll ein Materialarchiv, das die Auswirkungen der Beziehungen zwischen Material und strukturellem Aufbau vor allem im Bezug auf die haptischen Qualitäten der textilen Erzeugnisse erfasst und darstellt. Analysiert und stricktechnisch untersucht werden dafür Garne aus Baumwolle, (deutsche) Wolle, Merinowolle, Leinen, Hanf und Seide.

Sarah Schrof (Technologien)

Farbe, Material und Prozess bilden das Fundament der textilen Arbeiten der Textilkünstlerin und Designerin Sarah Schrof von atelier editru. Fasziniert und inspiriert von Lichtstimmungen, Wasserspiegelungen und Farblebendigkeiten natürlicher Phänomene verdeutlicht Schrof in ihren textilen Objekten und Installationen einen zeitgenössischen Ansatz von Handwerk. Ein spezieller, von ihr entwickelter Färbe- und Strickprozess sorgt dafür, dass sich farbige und materielle Übergangszonen wiederkehrend in gesteuertem Zufall organisch im Textil entfalten.

Schrofs Projekt Agility in Norm schafft die anspruchsvolle Verknüpfung von industrieller High-Tech Produktion, sinnstiftender handwerklicher Tätigkeit und zeitgenössischem Design. Die zentrale Rolle der menschlichen Hand soll in der industriellen Produktion etabliert werden. Dafür wird der eigens entwickelte Prozess von händischer Garnfärbung mit 3D-Stricktechnologie verbunden und so angepasst, dass textilen Objekte an industriellen Knit&Wear-Strickmaschinen verarbeitet werden können und gleichzeitig der besondere Charakter im Muster erhalten bleibt.

Anna Resei (Digital Crafts)

Anna Resei ist eine konzeptionelle Designerin die sich als Archäologin des Digitalen begreift. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich damit, bestehende Grenzen der traditionellen Designbereiche aufzulösen, durch einen Mix an funktionalen und abstrakten Objekten auszuloten und sowohl im physischen als auch im digitalen Raum erfahrbar zu machen. Das Textile spielt hierbei immer wieder eine zentrale Rolle: als Material ebenso wie als Idee, Metapher und Technik.

Im Projekt the digital has been around for a while untersucht Resei das Verhältnis zwischen digitalen und physischen Objekten und Materialitäten. Durch die Auseinandersetzung mit den digitalen Darstellungsarten und der Abbildbarkeit von Materialität und Haptik entstehen Halbzeugnisse, Textilfragmente, Muster und Oberflächen, die in einem Spannungsverhältnis zu physischen Materialien stehen. Das laufend aktualisierte Archiv sowie der Prozess dieses Projekt befindet sich auf Website thedigitalhasbeenaroundforawhile

Workshops

Im Rahmen der TFT finden im Juli und Oktober 2021 drei themenspezifische Workshops zu den Schwerpunkten Materialien, Technologien und Digital Crafts statt. Die von den externen Expertinnen Stéphanie Baechler, Paula van Brummelen und Velia Dietz geleiteten Workshops behandeln den Umgang mit und die Verwertbarkeit und Beweglichkeit von Textilien und textilen Objekten.

Ergebnisse und Entstehungsprozesse werden bei der Ausstellung der Task Force Textiles im Dezember 2021 öffentlich gezeigt.

Stories of Space (Materialien)

Stories of Space
Workshop mit Velia Dietz zum Schwerpunkt Materialien
Im Workshop Stories of Space wird mit einer besonderen Auswahl der Fülle von nicht mehr gebrauchten Wertstoffen gearbeitet. Passend zu deren funktionellen und ästhetischen Eigenschaften und eingehend auf ihre Geschichte werden ausgemusterte Materialien neu zusammensetzt und somit aufgewertet wieder verwendbar.
Die schiere Masse an ungenutzten Wertstoffen bedenkend wird in diesem Workshop raumgreifend gearbeitet. Durch die Pandemie sind zudem Themen wie Abstand, Schutz und Abtrennung aktueller denn je (Stichwort Zoonose) – darauf eingehend werden Textilien für raumteilende Elemente entworfen.
Im Workshop kann mit sämtlichen textilen Techniken wie Stricken, Häkeln, Knoten, Nähen, Cutten, Handweben… experimentiert und gearbeitet werden.

Über Velia Dietz
Die Verwendung außergewöhnlicher Materialien und das Ausloten der Grenze zwischen Design und Kunst charakterisieren die Arbeiten der Textildesignerin Velia Dietz. Seit geraumer Zeit setzt sie sich kritisch mit der Flut an ausgemusterten und weggeworfenen Materialien in einer digitalen, mehr und mehr vernetzten Welt auseinander. Auch wissenschaftliche Projekte wie z.B. die neue Vermessung des Bodensees oder das Pilotprojekt „Storing Energy at Sea“ des Fraunhofer Instituts Kassel, sind Inspiration für ihre textilen Objekte.
Velia Dietz’ Arbeiten erlauben aus ungewohntem Blickwinkel eine neue Betrachtung aktueller Themen unserer Zeit. www.veliadietz.de

Mehr Infos hier.

Textiles in Motion (Technologien)

  • Textiles in Motion
    Workshop mit Paula van Brummelen zum Schwerpunkt Technologien
    Wie erhalten Textilen die Fähigkeit sich zu verformen? Wo liegen Unterschiede zwischen künstlichen und natürlichen Bewegungen? Welche Potentiale liegen in einer durch Beweglichkeit gesteigerten Ausdruckskraft von Textilien?
    Im Workshop Textiles in Motion werden durch präzise Kombination von Materialien und deren Eigenschaften textile und flexible Oberflächen entwickelt, welche die Fähigkeit aufweisen mit anmutigen Bewegungen auf ihre Umwelt zu reagieren. Hierbei kommen unter anderem Smart Materials, Physical Computing und Strategien aus dem Bereich der „Soften Robotik“ zum Einsatz.
    Es sind keine Vorkenntnisse nötig.

    Über Paula van Brummelen
    Paula van Brummelen arbeitet seit ihren Masterabschlüssen in Textil- und Flächendesign und in Kunstpädagogik als Designforscherin an der weißensee kunsthochschule berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen zum einen in der Entwicklung von funktionalen Oberflächen mit integrierten smarten Materialien im architektonischen Kontext und zum anderen in der Untersuchung von Interaktionsmöglichkeiten mit formverändernden Oberflächen und dem Einfluss von Bewegung auf die Wahrnehmung von Materialien. cargocollective.com/paulavanbrummelen
    Mehr Infos hier.

    Ergebnis
    Im Workshop Textiles in Motion wurde sich damit auseinandergesetzt, wie Textilien mittels eines formveränderbaren Materials beweglich gestaltet werden können. Nach einer Einführung in responsive Oberflächen und allgemeine formveränderbare Materialien wurde sich konkret mit Formgedächtnislegierungen beschäftigt. Formgedächtnislegierungen (FGL) sind spezielle Drähte, die ab einer bestimmten Temperatur mit einer Verformung reagieren. Diese FGL-Drähte wurden in verschiedene Materialien wie Papier, Folie oder Stoff eingearbeitet, um unterschiedliche Oberflächenveränderungen zu erzeugen. Angelegt wurde eine gemeinsame Versuchsreihe, in der die vor allem Verkürzung des Drahtes für die ästhetische Verformung der Strukturen erprobt wurde.
    Im zweiten Teil des Workshops wurde sich mit der präzisen Steuerung der Bewegung mittels Mikrocontroller sowie der Reaktionsfähigkeit auf äußere Einflüsse beschäftigt. Kapazitive Sensoren wurden so in die textilen Objekte integriert, dass diese auf menschliche Berührungen mit einer abgestimmten choreografierten Bewegungsabfolge reagieren.

Matters of Care (Digital Crafts)

Matters of Care
Workshop mit Stéphanie Baechler zum Schwerpunkt Digital Crafts
Im Workshop Matters of Care wird mit der Sublimationstechnik, einem Transferdruckverfahren, gearbeitet. Als Ausgangspunkt werden Pflegeetiketten (Care Label) verwendet und darauf aufbauend eigene Symbole, Motive, Texte, Bedeutungen, Musterungen, Stoffe rund um das Thema des Umgangs mit Textilien entwickelt.
Ziel ist es, eine Reihe von Experimenten mit verschiedenen Materialen und Oberflächen zu entwerfen und ein größeres Textil umzusetzen. Mittels u. a. der Transferpresse werden verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten ausprobiert. Jede/r Student*in hat dafür zwei Meter gesponsertes Multiplot Sublimationspapier zur Verfügung.

Über Stéphanie Baechler
Stephanie Baechler ist Künstlerin. Sie studierte an der HSLU Luzern Textil-
design und erwarb den Master in Mode an der ArtEZ (Hogeschool voor de Kunsten) in Holland. Stéphanie Baechler arbeitete als Textile Developer / Design Assistentin für Hussein Chalayan in London und war drei Jahre Leiterin des Druckdesigns für das Schweizer Textilunternehmen Jakob Schlaepfer. Seither hat sich ihre Arbeit in Richtung Skulptur und Installation entwickelt und auf das Zusammenspiel von Keramik und Textilien fokussiert.
Die haptische Dimension und die Interaktion zwischen Körper, Bewegung und Raum stehen im Mittelpunkt ihrer Forschung. www.stephaniebaechler.com

Mehr Infos hier.

Veranstaltungen

Die Task Force Textiles organisiert und initiiert unterschiedliche Veranstaltungen des textilen Austauschs.
Die TFT – Lecture Series, ein hybrides Vortrags- und Diskussionsformat richtet sich an die textilinteressierte Öffentlichkeit. Hier stellen bekannte und aufkommende TextildesignerInnen ihre Arbeiten und Herangehensweisen vor, außerdem werden aktuelle relevante Themen im Textildesign diskutiert.
Für die Veranstaltungen in TFT – Work in Progress führen die Stipendiatinnen eigenständige Events in unterschiedlicher Art und Weise durch, die auf ihr jeweiliges Projekt und den jeweiligen Schwerpunkt zugeschnitten sind und somit verschiedene Publikums ansprechen. 
Die von Studierenden der ABK Stuttgart organisierten Textile Talks, in denen sehr offen und persönlich über verschiedene mögliche Werdegänge im Textildesign gesprochen wird, richten sich an studiengangsinterne Personen und Alumni.

TFT – Lecture Series

Stéphanie Baechler, Paula van Brummelen & Velia Dietz
Den Auftakt der TFT – Lecture Series rund um die textilen Schwerpunkte Materialien, Technologien und Digital Crafts bildeten drei ausgewählte Textildesignerinnen: Stéphanie Baechler, Paula van Brummelen und Velia Dietz stellten ihre Arbeiten und Herangehensweisen in je 20-minütigen Vorträgen vor, anschließend folgte eine gemeinsame Diskussion, moderiert von Prof.in Veronika Aumann.
Die drei vortragenden Expertinnen leiten Ende Juli und Anfang Oktober außerdem je einen Workshop für Studierende der ABK Stuttgart. In den Hands-On Workshops wird anhand der drei genannten Schwerpunkte der Umgang mit und die Verwertbarkeit und Beweglichkeit von Textilien und textilen Objekten behandelt. Die Ergebnisse und Entstehungsprozesse werden bei der Ausstellung der Task Force Textiles im Dezember 2021 öffentlich gezeigt.

Sonntag, 25. Juli 2021 ab 17 Uhr, online. Mehr Infos hier.

TFT – Work in Progress

  • LAUREN LUCKERT DA COSTA TAVARES (MATERIALIEN)
    In der ersten Hälfte des dreimonatigen Stipendiums sind 30 Samples aus Baumwolle, Schurwolle und Leinen entstanden. Ihre Haptiken variieren innerhalb der Materialgruppen aufgrund der angewendeten Stricktechniken.
    Bestimmte Parameter, die die Haptik des Textils beeinflussen, wurden schon analysiert und die neu gewonnenen Erfahrungswerte fließen immer wieder auf möglichst unterschiedliche Arten und Weisen in die darauffolgenden Samples ein. Angestrebt und recherchiert werden möglichst vielseitige Haptiken und die Grenzbereiche der einzelnen Materialien.

    SARAH SCHROF (TECHNOLOGIEN)
    Nach 6 Wochen sind in Kooperation mit einer Strickerei bereits erste Prototypen 3D-gestrickter Pullover aus Merinowolle entstanden. Der händische Garnfärbeprozess wurde in den industriellen Produktionsablauf einer Knit&Wear-Maschine eingepflegt und bietet nun in Form von Intarsien im DIN-A4-Format auf den Pullovern Einblicke in poetische Farbphänomene. Mein Interesse besteht darin, die von Intuition geprägte händische Arbeit und die genormten Industrieabläufe so in Dialog zu bringen, dass eine eigene gemeinsame Sprache entsteht. Das Ziel ist eine Serie
    3D-gestrickter Unikate, welche nicht auf ihre Funktion beschränkt bleiben, sondern durch den Herstellungsprozess ihre eigene Geschichte und Empathie transportieren.

    ANNA RESEI (DIGITAL CRAFTS)
    Welche Bedeutung hat Materialität in einer Welt, in der die Grenzen zwischen digitaler und physischer Realität verschwimmen? Ausgehend von Textilsimulationen im 3D-Programm sind durch die Kombination von analogen wie auch digitalen Techniken erste Animationen und Designs entstanden. Als Ausgangspunkt diente dabei das Urmaterial Ton und der Versuch, es mit einem 3D-Programm so zu formen und gestalten, wie ich es sonst physisch mit meinen Händen machen würde. Um das haptische, taktile Moment des Textilen in der digitalen Sphäre aufleben zu lassen, beschäftige ich mich nun mit der Simulation von Haaren, Borsten, Bürsten und Fransen. Dabei interessiert mich, inwieweit sich die Grenze zwischen analogem Gestalten und traditionellem Handwerk und einer digitalen Praxis vermischen lässt, um so in einen Dialog treten zu können.
    Da es im digitalen Handwerk keine einheitliche Praxis gibt, habe ich mich mit anderen Kreativschaffenden über ihre Arbeitsweise unterhalten und sie zu ihrem Verhältnis zu den Begriffen digital und analog in ihrer eigenen Arbeit befragt. Dabei sind folgende Interviews entstanden, die auf meiner Internetseite thedigitalhasbeenaroundforawhile.com angehört werden können. In den Gesprächen unterhalte ich mich mit einem Synthesizer-Musiker, einer Dokumentarfilmemacherin und einer Textildesignerin über deren Praxis, zu der das Medium Video genauso gehört wie ihre Strickmaschine.

Textile Talks (ABK intern & Alumni)

Die Textile Talks sind studentisch initiierte Gesprächsrunden, in der ehemalige Textildesign-Studierende der ABK Stuttgart offen und informell berichten, wie es ihnen nach dem Studium ergangen ist. Die Alumni erzählen von ihrem ganz persönlichen Werdegang, geben direkte Einblicke in ihre Entwicklung, zeigen aktuelle Arbeiten und stehen für sämtliche Fragen der Studierenden zur Verfügung.
Idee, Konzeption und Umsetzung der Textile Talks kommt von den beiden Studierenden Isabella Braunreuther und Leonie Holfelder. Interessierte Alumni melden sich sehr gerne direkt per E-Mail bei Isabella oder Leonie.

Ausstellung

Die Ergebnisse ebenso wie die Entwicklungsprozesse der Stipendienarbeiten, der Workshops und der Veranstaltungen werden reflektiert aufbereitet in einer umfassenden öffentlichen Task Force Textiles – Ausstellung im Dezember 2021 an der ABK Stuttgart zu sehen sein.

Weitere relevante Infos finden sich rechtzeitig hier an dieser Stelle.

Über die Ausstellung

Termine, Öffnungszeiten, Begleitprogramm

Die Task Force Textiles – Ausstellung findet statt vom 14.–19. Dezember 2021 im Graben (Neubau II) der ABK Stuttgart.
Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Am Weißenhof 1, 70191 Stuttgart

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