Akademie-Alumna Florina Leinß erhält IBK-Förderpreis 2018

Florina Leinß, Absolventin der ABK Stuttgart, wurde mit dem Förderpreis der Internationale Bodensee-Konferenz (IBK) für Kulturschaffende in der Kategorie Malerei ausgezeichnet. Der Preis ist mit 10.000 Schweizer Franken dotiert.

Abb.: Florina Leinß, 2017, pic99.17gap, Öl auf Sperrholz und Dispersionsfarbe auf Wand, 2017, 490 x 200 cm Abb.: Florina Leinß, 2017, pic99.17gap, Öl auf Sperrholz und Dispersionsfarbe auf Wand, 2017, 490 x 200 cm

13.12.2018

Seit 1991 zeichnet die IBK in jährlich wechselnden Sparten bis zu sieben junge Kunstschaffende aus. In der Regel erfolgen die Nominierung der Kunstschaffenden sowie die Bestellung der externen Fachjury über die Mitgliedsländer bzw. Mitgliedskantone. Die Organisation wird turnusmässig an ein anderes Mitglied der IBK vergeben. Dieses Mal wurde die Aufgabe vom Kanton Schaffhausen wahrgenommen.

2018 wurden insgesamt sieben Preisträgerinnen und Preisträger von einer internationalen Fachjury aus insgesamt 27 Nominationen ausgewählt. 

Vom Land Baden-Württemberg nominiert, erhält Florina Leinß die Förderung mit folgender Jurybegündung: „Florina Leinß‘ Arbeiten stehen in der Tradition einer formalistischen Moderne, die sie für die Gegenwart aktualisiert. Ausgangspunkt für die ästhetischen Untersuchungen der in Baden-Württemberg ansässigen Künstlerin ist die uns umgebende industriell gefertigte Dingkultur. Zeichnerisch eignet sich Florina Leinß Formen seriell gefertigter und für die Funktion bestimmte Maschinenteile, Verkleidungen oder Werkzeuge an. Davon ausgehend entwickelt sie ein neues abstraktes Formenvokabular, mit dem sie Tafelbilder, Wandreliefs und Rauminstallationen auf eigenständige unverwechselbare Art und Weise formuliert. Es entsteht eine subjektive Geometrie, die zeitgemäß ist, da sie über einen reinen intellektuellen Formalismus hinausgeht und diesen um subjektiv intuitive, expressive und spielerische Momente erweitert. Damit transzendiert Florina Leinß nicht nur die uns umgebenden technischen Apparaturen und legt deren ästhetische Qualitäten frei. Ihre Werke und Rauminstallationen fordern uns letztlich auch dazu auf, die Materialität und Oberflächen der uns umgebenden Dingwelt bewusster zu erfassen und uns der eigenen sinnlichen Existenz im Hier und Jetzt zu vergewissern.“

Florina Leinß, 1984 in Freudenstadt geboren, absolvierte 2005 bis 2011 das Studium des Künstlerischen Lehramts an der ABK Stuttgart bei Prof. Andreas Opiolka, Prof. Susanne Windelen und Prof. Holger Bunk. Von 2009 bis 2010 studierte sie am Edinburgh College of Art in Schottland und daran anschließend von 2011 bis 2013 das Verbreiterungsfach Kunst/Intermediales Gestalten an der ABK bei Prof. Cristina Gómez Barrio und Prof. Wolfgang Mayer. Seit 2013 ist sie Wissenschaftlich/Künstlerische Mitarbeiterin am Institut für Darstellen und Gestalten an der Universität Stuttgart. Florina Leinß hat ihre Arbeiten bereits in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen präsentiert und eine Reihe an Preisen und Stipendien erhalten. www.florinaleinss.de


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