Fortsetzung: VESPA rollt weiter

Die Hochschule der Medien, die Hochschule für Technik, die Akademie der Bildenden Künste und die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst arbeiten in der Sprachenlehre weiter zusammen. Die Rektoren unterzeichneten am 25. Juni 2015 die Vereinbarung zur Fortsetzung des im Mai 2012 gegründeten Verbundes für Sprachenangelegenheiten, kurz VESPA.

Foto: HdM Stuttgart Foto: HdM Stuttgart

30.06.2015

Die vier Stuttgarter Hochschulen übernehmen die Finanzierung des VESPA-Verbundes aus eigenen Mitteln für weitere drei Jahre. Die bisherige Projektförderung vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg läuft Ende Juni aus. Die neue Vereinbarung dient als Grundlage für die weitere Zusammenarbeit in der Sprachlehre. Dafür wurden in den letzten drei Jahren einheitliche Strukturen geschaffen. Die Sprachausbildung ist bei allen VESPA-Partnern ein Kernelement ihrer internationalen Ausrichtung. Damit wollen die Hochschulen der steigenden Nachfrage nach einer gezielten Vorbereitung auf die sprachlichen Anforderungen während der Auslandsphasen und des Berufslebens gerecht werden, auf der Basis international vergleichbarer und anerkannter Sprachnachweise.

Die Kooperation sei für alle Partner ein Gewinn, erläutern die Hochschulrektoren Prof. Rainer Franke (HfT), Prof. Dr. Alexander W. Roos (HdM) und Petra von Olschowski (ABK) und Prorektor Prof. Dr. Matthias Herrmann (MH) an der HdM. Die einen profitierten von der größeren Bandbreite des Sprachangebotes, so könnten etwa mehrere Leistungsstufen in einer Sprache angeboten werden; die anderen könnten ihre Sprachlernangebote professionalisieren. HdM-Rektor Roos sieht in der Zusammenarbeit bei der Sprachenlehre ein Übungsfeld für weitere Themen: „Wir können uns alle noch viel mehr geben“, so Roos. HfT-Rektor Franke freut sich darüber, dass alle vier Hochschulen das Modell gemeinsam weiter tragen. Er schätzt die angenehme Atmosphäre in der Kooperation. „Dadurch tummeln sich die Studenten nicht immer im eigenen Nest und profitieren voneinander“, ergänzt Petra von Olschowski. Für Prorektor Herrmann ist die Fortsetzung der Zusammenarbeit eine wichtige Botschaft an die Studierenden: „Die aufgebauten Angebote haben Bestand und werden weiterentwickelt.“  

Durch VESPA stehen Studierenden, Professor/innen und Mitarbeiter/innen nicht mehr nur die Sprachkurse der eigenen Hochschule offen, sondern auch die der Partner. Sie können unbürokratisch an den Veranstaltungen der jeweiligen Partnerhochschulen teilnehmen und sich auch für weniger nachgefragte Sprachen entscheiden, die die einzelnen Hochschulen nicht im Repertoire haben. Besonders positiv findet Dr. Barbara Garzia-Jansen, Leiterin des VESPA-Projektes und des HdM-Sprachenzentrum, die Synergieeffekte durch die Zusammenarbeit, etwa bei der Beschaffung von geeigneten Unterrichtsräumen, bei Fortbildungen für Lehrkräfte oder dem Angebot von Blended-Learning-Kursen. Die stetig steigenden Teilnehmerzahlen in den Sprachkursen und Einstufungstests (Englisch und Deutsch) belegen, dass die Hochschulen mit VESPA richtig auf einen steigenden Bedarf durch höhere Zulassungszahlen internationaler Studenten reagieren. Nahezu alle internationalen Studenten der vier Hochschulen nehmen an VESPA-Deutschkursen teil. Insgesamt werden Kurse in neun Fremdsprachen angeboten: Englisch, Chinesisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Portugiesisch, Russisch, Spanisch und Türkisch. Das Niveau reicht von Anfängerkursen bis hin zu fachsprachlichen Kursen. Außerdem wird ein sprachunabhängiges interkulturelles Training in Deutsch und Englisch angeboten.  

Kontakt:
Dr. Barbara Garzia-Jansen
Leiterin des Sprachenzentrums,
Wissenschaftliche Leiterin VESPA –
Verbund für Sprachenangelegenheiten
Telefon: 0711 8923 2040
garzia-jansen(at)hdm-stuttgart.de

www.hdm-stuttgart.de
www.sprachenverbund-vespa.de


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