Reallabor – „Space Sharing" vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst gefördert

An der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart werden im Fachbereich Architektur ab Januar 2015 mit dem über drei Jahre angelegten umfangreichen Forschungsprojekt „Reallabor – Space Sharing" neue Konzepte für die Steigerung der Nutzungsintensivierung von Gebäuden in urbanen Zentren entwickelt und umgesetzt werden.

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13.10.2014

In Kooperation mit Reallaboren an sechs weiteren Hochschulen des Landes gehört das Reallabor „Space Sharing" der Stuttgarter Akademie zu den im Rahmen des Landesprogramms „Stärkung des Beitrags der Wissenschaft für eine nachhaltige Entwicklung“ geförderten Projekten. Dies verbunden mit dem Ziel, nicht nur die Anschlussfähigkeit wissenschaftlicher Erkenntnisse für Politik und Wirtschaft zu fördern, sondern vor allem die Handlungsfähigkeit der Gesellschaft für eine nachhaltige Entwicklung insgesamt zu erhöhen.

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst fördert ab 2015 mit insgesamt bis zu 7 Mio. Euro Projekte zur Einrichtung so genannter Reallabore an Hochschulen im Land. Mit dem Förderprogramm nimmt Baden-Württemberg eine Pionierrolle ein, da dieser Ansatz bisher wenig verbreitet ist. Die Ausschreibung war auch bundesweit auf reges Interesse gestoßen.

Der Forschungsansatz des Reallabors „Space Sharing" unter der Leitung der Fachgruppe Architektur setzt sich intensiv mit dem Begriff der Nachhaltigkeit auseinander, der eng mit dem Ressourcenbedarf einer Gesellschaft und damit mit der Ressourceneffizienz verbunden ist. „Die Entwicklung der letzten Jahrzehnte zeigt, dass in urbanen Wachstumsregionen wie Stuttgart die umbauten Volumen und Nutzflächen zunehmen, während die Nutzerdichte sinkt. Ziel des Projektvorhabens ist es, Raumnutzungen des Gebäudebestands mit dem bestehenden Bedarf unterschiedlicher Nutzungen räumlich zu kombinieren und somit die Nutzungseffizienz von Gebäuden in urbanen Zentren zu steigern.“

Das Forschungsprojekt wird an der Kunstakademie Stuttgart inter- und transdisziplinär durchgeführt werden und findet in Zusammenarbeit mit einer Vielzahl an Kooperationspartnern – unter anderem der Stadt Stuttgart, Vermögen und Bau Baden-Württemberg und der Dualen Hochschule BW –  statt.

Zur Vernetzung der einzelnen Reallabore, auch über die Landesgrenzen hinaus, sind Konferenzen geplant, eine erste öffentliche Veranstaltung zur Vorstellung der Projekte wird es im Frühjahr 2015 geben.


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