Yannik Kaiser und Johannes Rühle erhalten Anerkennung beim Wolfsburg Award for Urban Vision 2016

Yannik Kaiser aus dem Bachelorstudiengang Architektur und Johannes Rühle aus dem Studiengang Industrial Design wurden beim diesjährigen Wolfsburg Award for Urban Vision, dem Förderpreis der Stadt Wolfsburg für innovative Studentenprojekte zum Thema „Wolfsburg: Stadt Raum Geschichte“, für ihre freie Entwurfsarbeit mit einer Anerkennung prämiert.

Abb.: Entwurfsidee von Yannik Kaiser und Johannes Rühle Abb.: Entwurfsidee von Yannik Kaiser und Johannes Rühle

06.12.2016

Im Rahmen des Wettbewerbs wurden Beiträge zur Weiterentwicklung der baulichen und städtebaulichen Qualitäten der Stadt Wolfsburg, Arbeiten zur Auseinandersetzung mit ihrer besonderen Entstehungsgeschichte sowie neue Denkmodelle gesucht. Innovative Ansätze, die neue Impulse versprechen, und Arbeiten mit interdisziplinären Ergebnissen standen besonders im Fokus der Jury. Unter insgesamt 70 international eingereichten Entwürfen konnten ein erster Preis und vier Anerkennungen ausgelobt werden. Der Wolfsburg Award ist mit insgesamt 5.000 Euro dotiert.

Entstanden ist der Entwurf von Yannik Kaiser und Johannes Rühle bei Prof. Fahim Mohammadi (Architektur und Industrial Design).

Zur Entwurfsidee :
Planungsgebiet: Gesamtstadt, Schwerpunkt Nordkopf und Mittellandkanal Entwickelt wurde ein innovatives Mobilitätskonzept mit dem Ziel, der Stadt Räume und Nutzflächen zurückzugeben und die Lebensqualität zu steigern. Wolfsburg wird in dieser Vision zur ersten ausschließlich autonom befahrenen Stadt. Die Arbeit setzt dabei auf den „Prototypencharakter“ Wolfsburgs und die „synergetische Partnerschaft“ von Werk und Stadt. Konkret vorgeschlagen werden autonome Elektroautos, Akkumagazine für den schnellen Austausch des Speichermediums sowie Schleusen für den Übergang zwischen konventionellem und autonomem Verkehr. Terminalstrukturen ermöglichen den organsierten Übergang zwischen automobilen Systemen und Fußgängerverkehr in besonders stark frequentierten Bereichen. „Phase 6“ soll anschließend in „Phase 7“ münden, die die rückgewonnen Flächen zum Inhalt zeitgemäßer städtebaulicher Planung macht.

Die Begründung des Preisgerichts:
Die Arbeit wird in ihrer Grundaussage und dem Grad der Durcharbeitung positiv gewürdigt: Wolfsburg wäre tatsächlich als Prototyp für den stadtweiten autonomen Individualverkehr denkbar. Die Arbeit greift aktuelle Diskussionen zur zukünftigen Mobilität auf. Sie verknüpft den Mehrwert der Mehrfachnutzung aller vorhandenen PKWs mit einem nutzerfreundlichen, bequemen System eines öffentlichen Nahverkehrs und findet dafür baulich-räumliche Übersetzungen. Die Ansätze sind im Prinzip gut, an den entscheidenden Schnittstellen und auf mehreren Maßstabsebenen durchdacht. Der Beitrag verdient in seiner Anwendung auf Wolfsburg Beachtung, selbst wenn die verwendeten Elemente nicht neu sind. Hinterfragt wird der vorgeschlagene Zeithorizont für die Transformation, der mit lediglich zehn Jahren als deutlich zu ambitioniert erscheint. Herauszuheben ist auch die Darstellung mit drei sehr gut präsentierten Modellen, welche die Planaussagen anschaulich verdeutlichen.


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